ifo-Institut: Kurzarbeit steigt im Januar leicht an
BERLIN (Dow Jones)--Die Zahl der Kurzarbeitenden ist im Januar wetterbedingt nur leicht gestiegen. Nach Schätzungen des ifo-Instituts auf Grundlage der Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind aktuell 205.000 Menschen in Kurzarbeit, nach 186.000 im Dezember. Das entspreche 0,6 Prozent der Beschäftigten. Dabei sei die Kurzarbeit auf die Industrie konzentriert, wie ifo erklärte.
"Die Kurzarbeit bleibt auf niedrigem Niveau. Das passt zu einer sehr milden Winterrezession", sagte ifo-Forscher Sebastian Link. "Im Vergleich zur Corona-Zeit nehmen nur sehr wenige Menschen Kurzarbeitergeld in Anspruch." Im Januar 2022 lag die Zahl bei 847.000 Kurzarbeitenden oder 2,5 Prozent. Beim Höchststand im April 2020 seien es sogar 6 Millionen oder 17,8 Prozent gewesen.
Besonders hoch lag der Anteil der Kurzarbeit im Januar 2023 in der Papier-, Leder- und Textilbranche mit 6,4 Prozent der Beschäftigten oder 23.000 Personen, wie ifo erklärte. Es folgten die Autobranche mit 4,7 Prozent oder 44.000 Menschen und die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 4,4 Prozent oder 12.000 Beschäftigten. 3,5 Prozent waren es bei den Druckern (4.000 Personen). Danach kamen Chemie/Pharma/Gummi mit 2,6 Prozent (23.000 Menschen). In der Herstellung von Metallprodukten waren es 2,3 Prozent oder 19.000 Menschen. Bei allen Dienstleistern zusammen sind es ifo zufolge 0,1 Prozent oder 16.000 Beschäftigte.