Im Aufwind

Infineon-Aktie dreht nach fünf Verlusttagen ins Plus: Das steckt hinter der Erholung


Infineon-Aktie dreht nach fünf Verlusttagen ins Plus: Das steckt hinter der Erholung

Nach fünf Verlusttagen in Folge dreht die Infineon-Aktie am Donnerstag ins Plus, während sich auch Asiens Chipwerte von ihrem jüngsten Schreckmoment lösen.

  • Infineon-Aktie erholt sich am Donnerstag nach fünf Verlusttagen in Folge
  • Auslöser ist eine Erholung bei Speicherchipwerten in Asien wie SK hynix
  • Nächste Bewährungsprobe folgt am 5. August mit den Quartalszahlen
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Die Infineon-Aktie legte am heutigen Donnerstag via XETRA letztlich um 9,16 Prozent auf 59,47 Euro zu und unterbricht damit eine Serie von fünf Verlusttagen in Folge. Zuvor hatte eine Neubewertung der KI-Fantasie im Chipsektor den Titel binnen kurzer Zeit deutlich unter sein Rekordhoch von 88,83 Euro vom 22. Juni gedrückt. Innerhalb einer Woche verlor der DAX-Titel rund 15 Prozent. Können Anleger nun wieder aufatmen?

Fünf Verlusttage: Was den Ausverkauf auslöste

Der Rückschlag der vergangenen Woche traf die Infineon-Aktie zu einem sensiblen Zeitpunkt. Auslöser war eine enttäuschende Reaktion auf die Quartalszahlen von SK hynix: Der südkoreanische Speicherchiphersteller wies zwar einen kräftigen Gewinnsprung aus, verfehlte damit aber die hochgesteckten Erwartungen des Marktes. Der Schock griff auf die gesamte Halbleiterbranche über und erfasste auch europäische Ausrüster und Zulieferer.

Im DAX war Infineon zuletzt mehrfach schwächster Wert, während sich Anleger zunehmend fragten, ob die Kursniveaus des ersten Halbjahres die operative Realität des Konzerns widerspiegelten oder ob die KI-Fantasie die Bewertung zu weit getrieben hatte. Zusätzlich sorgen Sorgen über wachsende Konkurrenz aus China im KI-Bereich für Druck auf europäische und US-amerikanische Chipwerte.

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Infineon-Aktie im Aufwind: Warum die Erholung diesmal nicht aus Asien kommt

Normalerweise gibt der Blick nach Asien den Takt für den europäischen Chipsektor vor. Diesmal passt das Bild nicht zusammen: SK hynix gibt auch am Donnerstag weiter nach, und selbst Samsung kann einen kräftigen Gewinnsprung im zweiten Quartal nicht in Kursgewinne ummünzen und rutscht ebenfalls ins Minus. Die Gegenbewegung bei Infineon dürfte damit weniger an einer neuen positiven Nachricht liegen als an der Marktbreite selbst: Nach fünf Verlusttagen und einem nach Einschätzung von Marktbeobachtern deutlich überverkauften Niveau nutzen Anleger die gedrückten Kurse offenbar zum Einstieg, ohne dass sich dafür ein klarer Auslöser benennen lässt.

Infineon bleibt vor den eigenen Zahlen in der stillen Phase

Von Infineon selbst kommt zu der Bewegung keine eigene Nachricht. Der Konzern befindet sich in der sogenannten Quiet Period vor der Berichtssaison und meldet sich erst mit den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal 2026 5. August wieder zu Wort. Erst dann zeigt sich, ob eine echte fundamentale Stabilisierung hinter dem heutigen Kurssprung steht oder ob die Gegenbewegung ohne erkennbaren Auslöser ebenso schnell wieder abebbt, wie sie kam.

Bettina Schneider, Thomas Zoller, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images

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