Immowelt: In fast allen westdeutschen Kreisen sinken die Wohnungspreise


BERLIN (Dow Jones)--In fast allen westdeutschen Kreisen sind die Preise innerhalb eines Jahres gesunken. Nach einer Untersuchung des Immobilienportals Immowelt fielen die Preise in zehn Kreisen wie etwa Speyer und Koblenz um mehr als 10 Prozent. In Frankfurt gingen die Preise um 6,3 Prozent im Vergleich zum Juni 2022 zurück. Nach Einschätzung des Immobilienportals haben die hohe Inflation seit dem Krieg in der Ukraine und der damit einhergehende Anstieg der Bauzinsen den Immobilienboom vor einem Jahr beendet.

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In 82 von 91 untersuchten Stadt- und Landkreisen sind die Kaufpreise von Wohnungen von Juni 2022 zu Juni 2023 gesunken. Von den Rückgängen sind sowohl die teuren Großstädte als auch die günstigen ländlichen Regionen betroffen. Die Analyse wertete Daten in ausgewählten Stadt- und Landkreisen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aus.

"In allen Regionen Deutschlands sinken derzeit die Immobilienpreise", sagte Felix Kusch, Country Managing Director von Immowelt. "Der Hauptgrund für die Rückgänge sind die gestiegenen Zinsen und die erschwerten Finanzierungsbedingungen, die zu einem Nachfragerückgang geführt haben."

Allerdings biete dieser Nachfragerückgang auch Chancen für Käufer. Denn durch den geringeren Konkurrenzdruck komme es auch immer häufiger zu Nachverhandlungen beim Preis, so Immowelt.

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Stärkste Rückgänge in Rheinland-Pfalz

In der Spitze fielen die Preise für Wohnungen im Stadtkreis Speyer um 15,5 Prozent und im Koblenz um 12,5 Prozent. In den teuersten Städten Frankfurt ging der Quadratmeterpreis um 6,3, in Köln um 7,6 Prozent und Düsseldorf um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.

Auch im hochpreisigen Frankfurter Umland im Taunus sinken die Preise: Der Hochtaunuskreis verzeichnet einen Rückgang von 4,9 Prozent, der Main-Taunus-Kreis von 5,6 Prozent, so die Analyse.

Preisanstiege habe es nur in 9 Kreisen gegeben. Den stärksten Zuwachs verbuchen der Regionalverband Saarbrücken und der Landkreis Trier-Saarburg aus Rheinland-Pfalz mit jeweils 4,9 Prozent.

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Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 06, 2023 04:30 ET (08:30 GMT)