Interhyp: 'Riesige Verunsicherung' bei Immobilieninteressenten
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Wegen steigender Preise, allgemeiner Krisenstimmung und des Heizungsgesetzes haben viele Immobilieninteressenten den Wunsch nach dem eigenen Heim nach Analyse des Finanzierungsvermittlers Interhyp vorerst begraben. "Es gibt eine riesige Verunsicherung", sagte Vorständin Mirjam Mohr am Mittwoch. "Wir hören ganz oft: Die Bauzinsen haben sich vervierfacht (...) ich glaube, der Traum vom Eigenheim ist für mich total vorbei", berichtete die Managerin bei der Vorstellung der alljährlichen "Wohntraumstudie" des Münchner Unternehmens.
"Der zweite Strang ist ganz oft: Das Heizungsgesetz hat mich verunsichert, ich weiß überhaupt nicht, was ich tun muss, was ich tun darf, was das kostet." Hauptquelle der Analyse waren eine jährliche repräsentative Befragung von gut 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mai und im Juli durch das Umfrageinstitut Rheingold und Kundengespräche der Interhyp.
Eine große Mehrheit der Interessenten kann sich demnach derzeit eine eigene Immobilie nicht leisten. "84 Prozent der Befragten empfinden den Markt als eher eng und schwierig und sehen in dem Markt für sich auch keine Möglichkeiten", sagte Mohr. Die Gründe seien nicht nur hohe Immobilienpreise und der Zinsanstieg. Das Gebäudeenergiegesetz werde sehr oft genannt.
Die Einschätzung deckt sich mit dem von Banken und Finanzexperten gemeldeten Einbruch der Baufinanzierungen in den vergangenen Monaten. Welche Auswirkungen das auf das Interhyp-Geschäft hat, sagte Mohr allerdings nicht.
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