Investor-Update

Starke Aufträge, schwache Aktie: Was bei der DroneShield-Aktie gerade schiefläuft


Starke Aufträge, schwache Aktie: Was bei der DroneShield-Aktie gerade schiefläuft

Auf der Canaccord Genuity Growth Conference legt der Drohnenabwehr-Spezialist Zahlen zum gesicherten Auftragsbestand offen. Am Markt kam das nicht gut an.

  • 206 Millionen AUD Umsatz für 2026 bereits vertraglich gesichert
  • Bruttomarge im ersten Halbjahr auf rund 60 Prozent gefallen
  • Analysten mit deutlich auseinanderliegenden Ratings
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DroneShield hat auf der Canaccord Genuity Growth Conference im August 2026 eine Investor-Präsentation vorgelegt, die den aktuellen Auftragsbestand und die Wachstumsstrategie des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten offenlegt. Im Zentrum der Präsentation steht ein bereits vertraglich gesichertes Umsatzvolumen, das einen Großteil der Jahresprognose abdeckt.

DroneShield zeigt hohen Auftragsbestand für 2026

DroneShield, ein auf Counter-UAS-Technologie zur Erkennung und Abwehr von Drohnen spezialisiertes australisches Unternehmen, bezifferte in der Präsentation das per 28. Juli bereits vertraglich gesicherte Umsatzvolumen für das Geschäftsjahr 2026 auf 206 Millionen AUD. Das entspricht 95 Prozent des Rekordumsatzes von 217 Millionen AUD aus dem Geschäftsjahr 2025. Das Unternehmen bestätigte zugleich seine Umsatzprognose für 2026 von 250 bis 270 Millionen AUD, was einem Wachstum von 15 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte DroneShield einen Umsatz von 125,8 Millionen AUD, ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 14,2 Millionen AUD auf wiederkehrende Umsätze. Die Rohmarge sank im selben Zeitraum auf rund 60 Prozent nach 65 Prozent im Vorjahreszeitraum, bedingt durch Vertriebsmix, Währungseffekte und eine Wertminderung bei Rohmaterial im Zuge von Standortwechsel und ERP-Umstellung. Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen weiterhin eine Rohmarge von rund 65 Prozent an. Zwar sind für 2026 bereits 206 Millionen AUD Umsatz vertraglich gesichert, dennoch bleibt der Markt skeptisch: Die gesunkene Rohmarge und die Umsatzprognose von 250 bis 270 Millionen AUD liegen offenbar unter den zuvor eingepreisten Erwartungen. Für die Zeit nach 2026 liegen zudem bereits 26 Millionen AUD an gesichertem Umsatz vor, mit wachsendem Anteil aus Software, Services und Garantieerträgen.

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Neue Produkte und Plattformstrategie

DroneShield stellte in der Präsentation zudem die neuen Produkte RfAI-3, eine KI-Detektionsengine der dritten Generation, und RfRecon vor. Weitere Produktgenerationen sollen ab dem dritten Quartal 2026 bis 2027 folgen. Am 10. August 2026 veröffentlichte das Unternehmen zusätzlich ein Webinar-Dokument zu RfRecon auf seiner Investor-Relations-Seite. Das Unternehmen positioniert sich zunehmend als Plattformanbieter: Von rund 5.800 ausgelieferten Einheiten sind laut Präsentation etwa 4.000 softwarefähig und über die DroneSentry-C2-Plattform an wiederkehrende Umsatzströme aus Abonnements und Updates angebunden.

Als größere Vertragsabschlüsse nennt die Präsentation Aufträge vom 26. Februar über 21,7 Millionen AUD, vom 2. Juni über 19,3 Millionen AUD plus 5,6 Millionen AUD an Optionen sowie vom 28. Juli über 23,2 Millionen AUD. DroneShield beziffert das adressierbare Gesamtmarktvolumen mit 35 Milliarden US-Dollar für Militär und Regierungsbehörden sowie mit 28 Milliarden US-Dollar für lokale und kommerzielle Kunden.

DroneShield-Aktie mit starken Schwankungen

Die DroneShield-Aktie setzte ihre volatile Entwicklung der vergangenen Monate am Mittwoch fort und verlor an der Börse in Sydney 3,77 Prozent auf 2,040 AUD. Im bisherigen Jahresverlauf haben Anleger Verluste von rund 34 Prozent in ihren Depots, dabei schwankte der Anteilsschein des Drohnenabwehrspezialisten aber zeitweise stark.

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Auch unter den Experten herrscht für die Kursentwicklung der DroneShield-Aktie Uneinigkeit. Canaccord Genuity stufte den Titel zu Monatsbeginn noch mit "Buy" ein, Bell Potter rät ebenfalls zum Kauf. Beide Analysten sehen für die Aktie noch Aufwärtspotenzial. Für Ord Minnett ist die Aktie unterdessen ein Verkaufskandidat, auch die Experten von Jefferies haben ein "Sell"-Rating vergeben.

Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Droneshield

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