Kaffeekonzern mit Zahlen

Starbucks übertrifft Erwartungen und hebt Gewinnprognose an - Aktie hebt ab


Starbucks übertrifft Erwartungen und hebt Gewinnprognose an - Aktie hebt ab

Starbucks hat im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen und seine Jahresprognose erneut angehoben.

  • Starbucks übertrifft Gewinn- und Umsatzerwartungen im dritten Quartal
  • Vergleichbare Umsätze legen weltweit und in Nordamerika kräftig zu
  • Konzern hebt seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026 erneut an
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Starbucks hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Wall Street auf breiter Front übertroffen. Die Starbucks-Aktie legt daraufhin am Donnerstag an der NASDAQ 1,72 Prozent auf 105,93 US-Dollar zu, nachdem der Kaffeehauskonzern zugleich seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben hat.

Gewinn und Umsatz übertreffen die Erwartungen

Bereinigt um Sondereffekte verdiente Starbucks im dritten Quartal 0,85 US-Dollar je Aktie, ein Plus von 70 Prozent gegenüber den 0,50 US-Dollar aus dem Vorjahresquartal und deutlich über der von Analysten erwarteten Marke von 0,66 US-Dollar. Nach US-Bilanzierungsstandard GAAP stieg der Gewinn je Aktie auf 0,91 US-Dollar von 0,49 US-Dollar. Der Konzernumsatz sank um rund 1,4 Prozent auf 9,32 Milliarden US-Dollar, lag damit aber über der Konsensschätzung von 9,16 Milliarden US-Dollar. Den Rückgang erklärt der Konzern mit dem Verkauf des operativen China-Geschäfts.

Vergleichbare Umsätze wachsen so stark wie seit Monaten nicht

Getragen wurde das Quartal von den vergleichbaren Filialumsätzen, die weltweit um 7,9 Prozent zulegten und damit zum vierten Mal in Folge wuchsen. In Nordamerika kletterte die Kennziffer um 8,1 Prozent nach einem Rückgang von 1,9 Prozent im Vorjahresquartal, in den USA stiegen die vergleichbaren Umsätze um 7,9 Prozent nach minus 2,2 Prozent ein Jahr zuvor. Konzernchef Brian Niccol wertete die Zahlen als Beleg dafür, dass der Umbaukurs "Back to Starbucks" mit dem Fokus auf Kaffeequalität, persönlichen Kundenkontakt und ein verbessertes Filialerlebnis greift.

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China-Geschäft bremst Umsatz, Marge legt zu

Für den Umsatzrückgang sorgte vor allem die im April abgeschlossene Übertragung des chinesischen Filialgeschäfts an ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Investor Boyu Capital, an dem Starbucks nur noch 40 Prozent hält und das operative Geschäft künftig als Lizenzpartner führt. Operativ verbesserte sich die um Sonderposten bereinigte Marge dennoch deutlich auf 14,4 Prozent von 10,1 Prozent im Vorjahresquartal, unter anderem gestützt durch zurückerstattete US-Einfuhrzölle, mit denen der Konzern einen Großteil der in den ersten drei Quartalen gezahlten Abgaben ausglich.

Prognose angehoben, Dividende bestätigt

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Starbucks nun mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,55 bis 2,65 US-Dollar, nach zuvor in Aussicht gestellten 2,25 bis 2,45 US-Dollar. Zudem soll der vergleichbare Umsatz in den USA um gut 6 Prozent und weltweit um knapp 6 Prozent zulegen. Der Vorstand bestätigte außerdem die Quartalsdividende von 0,62 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 28. August 2026 an die am 14. August 2026 registrierten Aktionäre. Es ist die 65. Dividendenzahlung in Folge.

Im Blick behalten dürften Anleger vor allem das vierte Geschäftsquartal, für das Starbucks ein US-Umsatzwachstum von mindestens 6,5 Prozent in Aussicht stellt, sowie die für den Herbst angesetzte Bilanz zum Gesamtjahr. Dann wird sich zeigen, ob sich das China-Geschäft im neuen Lizenzmodell dauerhaft stabilisiert.

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Claudia Stephan, Thomas Zoller, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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