KI-Bewertung

Tesla-Aktien nach sechs Verlusttagen vor Trendwende? Diese Aktie liefert den Impuls


Tesla-Aktien nach sechs Verlusttagen vor Trendwende? Diese Aktie liefert den Impuls

Die Tesla-Aktie zeigt sich nach sechs schwachen Handelstagen erstmals wieder fester. Auslöser sind jedoch nicht Neuigkeiten des Elektroautobauers selbst.

  • Tesla-Aktie hat tagelange Verlustserie hinter sich
  • Am Mittwoch fiel die Aktie erstmals seit über einem Jahr unter 300 Dollar
  • Ausgelöst wird die Erholung nicht von Tesla selbst
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Tesla-Anleger sehen am Donnerstag erstmals seit Tagen wieder grüne Vorzeichen. Die Tesla-Aktie beendet ihre sechstägige Verlustserie und zeigt sich an der NASDAQ 2,11 Prozent höher bei 304,60 US-Dollar, nachdem die Aktie am Vortag erstmals seit mehr als einem Jahr die Marke von 300 US-Dollar unterschritten hatte. Der Auslöser für die Erholung liegt nicht bei Tesla selbst, sondern bei Microsoft.

Microsoft sorgt für Rückenwind

Nach US-Börsenschluss am Mittwoch meldete der US-Techriese einen Umsatz von 90,01 Milliarden US-Dollar, mehr als die von Analysten erwarteten 87,62 Milliarden US-Dollar, während die Cloud-Sparte Azure um 43 Prozent wuchs und damit die Konsensschätzung von 40,2 Prozent übertraf. Das sorgte für breite Kauflaune bei Techaktien. Tesla zählt neben Microsoft zu den sogenannten Magnificent-Seven-Werten und gilt bei vielen Anlegern ebenfalls als KI-Wert, auch wenn beide Unternehmen operativ kaum Berührungspunkte haben.

Quartalszahlen hatten die Tesla-Aktie belastet

Ursächlich für den vorherigen Kursrückgang war der jüngste Quartalsbericht von Tesla: Der Elektroautobauer hatte seinen Umsatz auf 28,24 Milliarden US-Dollar steigern können und damit die Erwartungen übertroffen, das bereinigte Ergebnis je Aktie blieb mit 0,33 US-Dollar aber deutlich unter der Analystenschätzung von rund 0,51 US-Dollar. Das operative Ergebnis brach um 57 Prozent auf 398 Millionen US-Dollar ein, die operative Marge schrumpfte von 4,1 auf 1,4 Prozent. Hintergrund für die schwache Ergebnisentwicklung waren Unternehmensangaben zufolge die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz, das Robotaxi-Geschäft und den humanoiden Roboter Optimus.

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Erholung noch kein Signal für Trendwende

Dass die Aktie nun dreht, sagt wenig über Teslas eigene Perspektive aus: Der Anstieg folgt einer fremden Nachricht, nicht einer Verbesserung der eigenen Geschäftslage. Seit Jahresbeginn hat die Unsicherheit am Markt den Anteilsschein bereits stark unter Druck gesetzt, das Minus summiert sich inzwischen auf rund 34 Prozent. An der grundsätzlichen Unsicherheit gegenüber Tesla hat sich auch nach den Microsoft-Zahlen wenig geändert, denn offen bleibt, wie schnell sich die hohen Ausgaben für Robotaxi und Optimus in Umsatz übersetzen und ob sich die operative Marge wieder erholt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 418 bleibt die Aktie zudem hoch bewertet, was sie anfällig für weitere Rückschläge macht, sobald die nächste Nachricht wieder unternehmensspezifisch ausfällt.

Claudia Stephan, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Smith Collection/Gado/Getty Images, Lukas Gojda / Shutterstock

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