KI-Rechenzentren

BlackRock-Aktie zieht an: Milliardendeal mit Meta für Rechenzentrum in Texas


BlackRock-Aktie zieht an: Milliardendeal mit Meta für Rechenzentrum in Texas

Meta und BlackRock starten ein milliardenschweres Rechenzentrumsprojekt in Texas und setzen damit auf den Ausbau der KI-Infrastruktur.

  • Meta und BlackRock gründen ein Gemeinschaftsunternehmen in Texas
  • Neuer Rechenzentrumscampus für Metas KI-Strategie
  • Gemeinschaftsunternehmen mit 14 Milliarden US-Dollar Volumen
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Meta Platforms und BlackRock bündeln ihre Kräfte für ein neues Rechenzentrumsprojekt in El Paso, Texas, und schicken die beiden Aktien am Dienstag in unterschiedliche Richtungen. Wie aus der offiziellen Pressemitteilung der beiden Unternehmen hervorgeht, gründen sie ein Gemeinschaftsunternehmen für einen Rechenzentrumscampus mit einem Gigawatt Rechenkapazität, dessen Gesamtentwicklungskosten sich auf rund 14 Milliarden US-Dollar belaufen. Zum NASDAQ-Schluss legte die BlackRock-Aktie 3,40 Prozent auf 1.098,21 US-Dollar zu, während die Meta-Aktie im selben Handel 0,08 Prozent auf 593,41 US-Dollar abgab. Der Markt honoriert damit vor allem BlackRocks Rolle als Kapitalgeber, während die milliardenschwere Infrastrukturwette bei Meta selbst zunächst keinen positiven Kursimpuls auslöst.

Ein Gigawatt Rechenkapazität für Metas KI-Strategie

Der Campus in El Paso soll künftig eine Rechenkapazität von einem Gigawatt bereitstellen und ausschließlich von Meta genutzt werden. Laut der Pressemitteilung übernehmen von BlackRock verwaltete Fonds, gemeinsam mit den ebenfalls zu BlackRock gehörenden Investmentgesellschaften Global Infrastructure Partners und HPS Investment Partners, 80 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen, Meta hält die verbleibenden 20 Prozent. Zum Finanzierungsabschluss bringt Meta Grundstücke und bereits laufende Baumaßnahmen im Wert von rund 2,3 Milliarden US-Dollar ein, BlackRock leistet eine Bareinlage von etwa 4,9 Milliarden US-Dollar. Ein Teil davon stammt aus einer Fremdfinanzierung über 12,5 Milliarden US-Dollar. Meta mietet die gesamte Anlage über eine Erstlaufzeit von vier Jahren mit vier Verlängerungsoptionen, woraus sich eine mögliche Gesamtlaufzeit von 20 Jahren ergibt.

BlackRock-Aktie: Ausgleichsrahmen von 13 Milliarden US-Dollar und Tausende Jobs

Für den Fall, dass der Marktwert der Immobilie künftig unter bestimmte Schwellen fällt, hat sich Meta zu Ausgleichszahlungen verpflichtet: Die sogenannte Residual Value Guarantee liegt bei einem über die Zeit sinkenden Schwellenwert von insgesamt rund 13 Milliarden US-Dollar und greift innerhalb der ersten 16 Jahre der Mietlaufzeit, sollte der Marktwert der Immobilie zu diesem Zeitpunkt darunter liegen. Über die Finanzierung hinaus soll das Projekt laut Unternehmensangaben mehr als 4.000 Bauarbeitsplätze in der Spitze und 300 dauerhafte Stellen im laufenden Betrieb schaffen, mehr als 2.300 Beschäftigte sind bereits vor Ort tätig. Meta bezifferte sein eigenes Investment in den Standort auf über 10 Milliarden US-Dollar.

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Zuckerberg und Fink werben für die Partnerschaft

Der Ausbau der Infrastruktur für Superintelligenz sei entscheidend dafür, dass die Vorteile dieser Technologie allen zugutekommen, sagte Meta-Gründer und -Chef Mark Zuckerberg laut der Mitteilung. Die Partnerschaft mit BlackRock erlaube es dem Unternehmen, schneller und in größerem Maßstab zu wachsen. BlackRock-Chef Larry Fink äußerte sich ähnlich zuversichtlich und verwies auf die Kombination der eigenen Kapitalstärke mit den Infrastrukturpartnern Global Infrastructure Partners und HPS Investment Partners. Der Deal zeige, wie Unternehmen weltweit nach langfristigen strategischen Partnern für ihre wichtigsten Projekte suchten, so Fink laut der Mitteilung.

Ausbildungsprogramme flankieren das Milliardenprojekt

Rund um den Standort baut Meta über die kostenlose America's Workforce Academy Fachkräfte für die Baubranche aus, Absolventen erhalten garantiert eine Stelle bei einem Meta-Partnerunternehmen an einem der Rechenzentrumsstandorte. Zusätzlich hat Meta den öffentlichen Schulen in El Paso 500.000 US-Dollar für Berufsbildungsprogramme in den Bereichen MINT und Handwerk zur Verfügung gestellt. Auch BlackRock engagiert sich in der Region: Über die BlackRock Foundation fließen im Rahmen des Programms Future Builders knapp 30 Millionen US-Dollar in die Ausbildung von mehr als 12.000 Elektrikern innerhalb von drei Jahren.

Die Transaktion soll laut Unternehmensangaben in den kommenden Tagen abgeschlossen werden, erste Kapazitäten des Campus sollen ab 2028 ans Netz gehen. Für die weitere Kursentwicklung beider Aktien dürfte in den kommenden Handelstagen relevant bleiben, ob der Markt den Deal dauerhaft als Bewertungstreiber für BlackRocks Infrastrukturgeschäft einordnet oder die anfängliche Reaktion an der NASDAQ nur ein Tagesphänomen bleibt.

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Bettina Schneider, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Andrew Burton/Getty Images, rafapress / Shutterstock.com

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