KI-Server-Rally

Vorläufige Super Micro-Zahlen befeuern KI-Server-Rally und beflügeln auch Aktien von Dell und HPE


Vorläufige Super Micro-Zahlen befeuern KI-Server-Rally und beflügeln auch Aktien von Dell und HPE

Nicht nur Super Micro Computer legt zu: Auch Dell und HPE profitieren von der überraschend starken Margen- und Auftragslage des Konkurrenten.

  • Vorläufige Zahlen: Super Micro meldet Margensprung und Rekord-Auftragsbestand fürs vierte Quartal
  • Dell und HPE gelten als direkte Rivalen im KI-Servergeschäft
  • Anleger werten die Zahlen als Signal für die gesamte KI-Serverbranche
Werbung

Die überraschend starken vorläufigen Zahlen von Super Micro Computer zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zogen nicht nur die eigene Aktie nach oben. Auch die Papiere von Dell Technologies und Hewlett Packard Enterprise legten im NYSE-Handel zu: So gewann die Dell-Aktie letztlich 9,32 Prozent auf 441,80 US-Dollar, während HPE 3,02 Prozent auf 48,13 US-Dollar stieg.

Super Micro liefert den Auslöser

Auslöser ist die vorläufige Geschäftsübersicht von Super Micro Computer für das am 30. Juni 2026 beendete vierte Quartal. Der Umsatz soll nahe der Untergrenze der Prognosespanne von 11,0 bis 12,5 Milliarden US-Dollar liegen und damit unter dem Analystenkonsens von rund 11,7 Milliarden US-Dollar. Deutlich positiver überrascht die Bruttomarge: Sie wird auf 15 bis 17 Prozent taxiert, fast doppelt so hoch wie die zuvor ausgegebene Prognose von 8,2 bis 8,4 Prozent. Hinzu kommt ein Rekord-Auftragsbestand, nachdem allein im vierten Quartal neue Bestellungen von mehr als 60 Milliarden US-Dollar eingegangen sind.

Dell und HPE als Nutznießer

Dell Technologies und Hewlett Packard Enterprise konkurrieren mit Super Micro Computer im selben Markt für KI-Server, die auf Grafikprozessoren von NVIDIA aufbauen. Da beide Unternehmen ihre eigenen Zahlen zum vierten Quartal noch nicht vorgelegt haben, dient die Super Micro-Meldung Anlegern als früher Indikator für die Nachfrage in der gesamten Branche. Steigt der Auftragsbestand bei einem Anbieter derart kräftig, gilt das am Markt als Hinweis darauf, dass auch die Wettbewerber von der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Rechenzentren profitieren könnten.

Werbung

Ob sich die bei Super Micro beobachtete Margen- und Auftragsdynamik tatsächlich auf die Konkurrenten übertragen lässt, bleibt jedoch offen. Verlässlichere Anhaltspunkte dürfte zunächst die Telefonkonferenz von Super Micro Computer am 11. August 2026 liefern, wenn das Unternehmen die testierten Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2026 vorlegt. Erst die eigenen Berichte von Dell Technologies und Hewlett Packard Enterprise werden zeigen, ob der positive Ausblick auch für sie Bestand hat.

Martina Köhler, Bettina Schneider, Julia Walter, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Anzeige: Dell Technologies und tausende weitere Wertpapiere provisionsfrei bei finanzen.net zero.

Bildquellen: Hadrian / Shutterstock.com, JHVEPhoto / Shutterstock.com

Werbung