Konkurrenzsorgen

ASML-Aktie tief im Minus: China-Konkurrenz sorgt für Kursrutsch - Chip-Sektor belastet


ASML-Aktie tief im Minus: China-Konkurrenz sorgt für Kursrutsch - Chip-Sektor belastet

Der Kurs des Chipindustrie-Ausrüsters ASML hat am Montag wegen Konkurrenzsorgen eine deutliche Kehrtwende hingelegt.

Ein Bericht des Magazins "The Information" über eine beginnende Produktion von Immersions-DUV-Lithografiesystemen in China drückte den Kurs, der zuvor wegen neuer Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg noch im Plus lag. Zum Handelsende notierte die Aktie an der EURONEXT in Amsterdam 8,42 Prozent im Minus bei 1.429,80 Euro.

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Das Magazin berichtete unter Berufung auf Kreise, ein staatlich unterstütztes Unternehmen aus China habe mit der Herstellung von DUV-Anlagen begonnen, die für ASML ein wichtiger Umsatztreiber sind. Unter Anlegern geht nun die Befürchtung um, dass die ASML-Systeme mehr und mehr ersetzt werden könnten, wenn die Chinesen es schaffen, in eine Massenproduktion überzugehen.

Ein Händler schätzt, dass Verkäufe solcher Systeme nach China einen Anteil im niedrigen zweistelligen Prozentbereich am gesamten Systemumsatz von ASML ausmachen. Er wies jedoch darauf hin, dass es in der Vergangenheit bereits Falschmeldungen über chinesische Fortschritte in der Immersionslithografie gegeben habe. Daher bleibe es abzuwarten, ob es sich um einen glaubwürdigen Bericht handelt.

Die Sorgen vor Konkurrenz aus China wirkte sich in der ganzen Chipbranche belastend aus. Unter den europäischen Ausrüster-Aktien fielen die Kurse von ASM International zuletzt um 3,7 Prozent, jene von AIXTRON um 4,67 Prozent auf 38,35 Euro.

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Die Titel der Chipriesen NVIDIA, Micron Technology und AMD verloren an der NASDAQ bis zu sechs Prozent. Via XETRA lagen auch die Infineon-Titel zuletzt mit 3,59 Prozent im Minus bei 62,10 Euro.

/tih/edh/jha/

PARIS/NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: ASML

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