Bayer-Aktie leichter: Klage gegen Johnson & Johnson wegen irreführender Werbung eingereicht
Die Bayer AG verklagt Johnson & Johnson (J&J) und deren Sparte Janssen Biotech wegen mutmaßlich irreführender Werbung zu einer Prostatakrebstherapie.
Die betreffende Werbung habe das J&J-Mittel Erleada als der Bayer-Therapie Nubeqa überlegen dargestellt, doch basiere dies auf einer mangelhaften Datenlage, hieß es.
Anfang des Monats hatte J&J mitgeteilt, dass Erleada in einer Studie das Sterberisiko von Patienten mit metastasiertem, kastrationssensitivem Prostatakrebs im Vergleich zu Nubeqa ohne gleichzeitige Anwendung des Chemotherapeutikums Docetaxel um 51 Prozent senke.
Bayer erklärte, die Behauptungen basierten auf "wissenschaftlich fehlerhaften Daten und werden nicht durch eine echte direkte klinische Vergleichsstudie gestützt."
Das deutsche Unternehmen teilte weiter mit, J&J habe entscheidende prognostische und Ausgangsmerkmale, wie etwa Begleiterkrankungen außerhalb des Krebses, nicht ausreichend erfasst und dass die Patientengruppe, die in der Analyse Erleada erhielt, fünfmal so groß gewesen sei wie die Gruppe, die Nubeqa einnahm.
J&J reagierte zunächst nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme.
Die Bayer-Aktie notierte im XETRA-Handel am Dienstag 1,07 Prozent im Minus bei 42,34 Euro, während Papiere von Johnson & Johnson an der NYSE letztlich um 0,71 Prozent auf 246,28 US-Dollar stiegen. Am Montag hatten sie sich 1,38 Prozent höher bei 245,84 US-Dollar aus dem Handel verabschiedet.
Von Nicholas G. Miller
DOW JONES
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