Aktien von DHL, UPS, FedEx & Co. sacken ab: Amazon öffnet Logistiknetzwerk für andere Firmen
Die Aktien von Logistikunternehmen sind am Montag deutlich unter Druck geraten.
Die Ankündigung des US-Onlinehandels- und Technologieriesen Amazon, sein Logistiknetzwerk für alle Unternehmen zu öffnen, drückte UPS und FedEx in New York zuletzt um 9,72 Prozent nach unten auf 97,11 beziehungsweise 8,87 Prozent abwärts auf 358,74 US-Dollar. DHL büßten am DAX-Ende schlussendlich 7,28 Prozent auf 46,71 Euro ein. Derweil ging es für Amazon-Titel zuletzt um 0,93 Prozent hoch.
Der Konsumgüterriese Procter & Gamble, der Mischkonzern 3M und das Modeunternehmen American Eagle Outfitters gehören laut Amazon zu den ersten Unternehmen, die sich für die neue Dienstleistung "Amazon Supply Chain Services" (ASCS) angemeldet haben.
Die US-Bank Morgan Stanley bezeichnete die Nachricht als "Wendepunkt" für den nordamerikanischen Güterverkehr, der Paket- und Luftfrachtunternehmen voraussichtlich am stärksten treffen werde. ASCS sei zwar nicht neu, doch dessen Wachstum sei bisher eher verhalten verlaufen, schrieb Analyst Ravi Shanker. Er verglich den Schritt mit der Einführung des Cloud-Angebots Amazon Web Services (AWS), bei der Amazon zunächst ein Angebot zur Verbesserung des eigenen Geschäfts entwickelte, dieses dann verkaufte und schließlich zu einem führenden Anbieter geworden sei.
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NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX)
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