Medienbericht offenbart

Alibaba mischt mit: So kam Chinas KI-Star Moonshot an tausende NVIDIA-Chips - Aktie im Blick


Alibaba mischt mit: So kam Chinas KI-Star Moonshot an tausende NVIDIA-Chips - Aktie im Blick

Ein Bericht enthüllt, welche Rolle Alibaba beim Aufstieg von Chinas KI-Überraschung Moonshot spielt und wo es zwischen Investor und Start-up knirscht.

  • Alibaba versorgt Moonshot laut Bericht mit rund 20.000 NVIDIA-Chips
  • Kimi K3 übertrifft offenbar sogar Alibabas eigene Qwen-Modelle
  • Alibaba ist zugleich Cloud-Anbieter und einer der größten Investoren
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Ein Bericht von Bloomberg News, aufgegriffen von Investing.com, bringt neue Details zur Rolle von Alibaba beim Aufstieg des Pekinger KI-Start-ups Moonshot AI: Der Onlinehandels- und Cloud-Konzern soll seinem Portfoliounternehmen über eine umfangreiche Rechenleistungs-Vereinbarung rund 20.000 hochentwickelte NVIDIA-Chips zugänglich gemacht haben, mit denen Moonshot sein Modell Kimi K3 mit 2,8 Billionen Parametern trainierte.

Alibaba-Aktie: Doppelte Rolle als Geldgeber und Cloud-Anbieter

Laut dem Bericht macht die über Alibaba bezogene Hardware einen großen Teil der gesamten Rechenkapazität aus, auf die Moonshot für seine Kimi-Modelle zugreift. Alibaba tritt dabei nicht nur als Cloud-Dienstleister auf, sondern zählt zugleich zu den größten Investoren des Start-ups. Der Konzern erwartet von Unternehmen, an denen er beteiligt ist, traditionell die Nutzung seiner eigenen Cloud-Infrastruktur. Diese doppelte Rolle als Geldgeber und Lieferant verschafft Alibaba direkten Einblick in die Entwicklung eines Konkurrenten, der zunehmend die eigenen Produkte übertrifft.

Kimi K3 stellt Alibabas eigene Qwen-Modelle in den Schatten

Für Spannungen sorgt dem Bericht zufolge ausgerechnet der Erfolg des geförderten Start-ups: Die jüngsten Leistungswerte von Kimi K3 übertreffen demnach sogar die eigenen Qwen-KI-Produkte von Alibaba, obwohl die Qwen-Teams Zugriff auf eine vergleichbare, ebenfalls von Alibaba bereitgestellte Infrastruktur haben. Innerhalb des Konzerns habe diese Entwicklung laut den mit der Angelegenheit vertrauten Personen für Enttäuschung gesorgt. Der Fall zeigt, wie eng geschäftliches Kalkül und interne Konkurrenz im chinesischen KI-Sektor mittlerweile verzahnt sind.

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Streit um Chip-Generationen belastet die Beziehung zusätzlich

Die genaue Chip-Generation bleibt zwischen den Partnern umstritten: Ein Alibaba-Sprecher bestritt laut dem Bericht, dass Moonshot Rechenleistung auf Basis der NVIDIA H200-Beschleuniger erhalte, wollte die grundsätzliche Lieferung von 20.000 Chips jedoch nicht dementieren. Aus welcher Generation die Hardware stammt, ließ das Unternehmen offen. Zusätzliche Brisanz erhält die Partnerschaft durch den Vorwurf aus Washington, Moonshot habe sich zusätzlich unerlaubt Zugang zu den stark exportbeschränkten Blackwell-Chips über einen Kanal in Südostasien verschafft, was die Aufmerksamkeit auf Alibabas Rolle als Infrastrukturgeber weiter erhöht.

Ob und wie sich das Verhältnis zwischen Alibaba und Moonshot angesichts der wachsenden Konkurrenz zwischen Kimi und Qwen weiterentwickelt, dürfte sich zeigen, sobald Moonshot mit dem Nachfolgemodell Kimi K4 den nächsten Rechenleistungsbedarf anmeldet.

Die Alibaba-Aktie beendete den Handel am Freitag in Hongkong 4,65 Prozent im Plus bei 117,00 HKD.

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Bettina Schneider, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.

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Bildquellen: Konstantin Savusia / Shutterstock.com, testing / Shutterstock.com

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