SpaceX-Aktie fällt zurück: Milliardenauftrag der Space Force verleiht nur zeitweise Rückenwind
Ein neuer Milliardenauftrag der US Space Force sorgte zeitweise für spürbaren Auftrieb bei der SpaceX-Aktie. Das steckt hinter dem Mega-Deal.
- SpaceX erhält zwei neue Space-Force-Aufträge
- 18 Falcon-9-Missionen für nationale Sicherheit geplant
- Milliardenauftrag aus dem US-Raumfahrtprogramm
Die SpaceX-Aktie fiel an der NASDAQ letztlich um 0,31 Prozent auf 112,20 US-Dollar, nachdem es im frühen Handel noch deutlich nach oben ging. Auslöser für den kurzfristigen Aufwind war ein neuer Auftrag der US Space Force, der dem Anteilsschein Rückenwind gibt. Wie aus der offiziellen Pressemitteilung von Space Force von gestern hervorgeht, sichert sich SpaceX zwei sogenannte Task Orders mit einem Gesamtwert von 1,6 Milliarden US-Dollar.
Zwei Task Orders für 18 Falcon-9-Starts
Die beiden Task Orders sind laut der Pressemitteilung Teil des Portfolios Space Based Sensing and Targeting, kurz SBST, mit dem die Space Force ihre Fähigkeiten zur Erkennung und Verfolgung von Objekten aus dem All ausbauen will. Sie sichern insgesamt 18 Starts der Falcon 9 zu, die sämtlich von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien abheben sollen. Der Zeitplan sieht laut der Mitteilung eine Fertigstellung bis Ende 2027 vor. Die Vergabe erfolgt im Rahmen des Programms National Security Space Launch Phase 3 Lane 1, über das die Space Force ihre Startdienstleister für sicherheitsrelevante Missionen organisiert.
Zarybnisky: Tempo als strategischer Vorteil
Der amtierende Beschaffungsleiter für das Portfolio Space Access, Space Force-Oberst Eric Zarybnisky, ordnet den Auftrag in der Mitteilung als sicherheitspolitisch bedeutsam ein. Die Erkennung und Zielerfassung von Objekten aus dem Orbit sowie eine nahezu echtzeitfähige Kommunikation über die Teilstreitkräfte hinweg seien, so Zarybnisky, "von entscheidender Bedeutung für die Verteidigung unserer Nation". Er verweist zudem auf den beschleunigten Vergabeprozess: Von der Bedarfsfeststellung bis zum Zuschlag habe die Space Force nur zwei Monate benötigt, einen Monat davon allein für die Angebotserstellung der Anbieter. Diesen Zeitrahmen bezeichnet der Oberst als beispiellos für das Lane-1-Vergabemodell.
Was der Auftrag für den Anbieter bedeutet
Der Auftrag erweitert die Beteiligung von SpaceX an sicherheitsrelevanten Startmissionen der US-Regierung. Die Space Force betont in ihrer Mitteilung den dualen Lane-Ansatz des Phase-3-Programms, der der Behörde nach eigenen Angaben die Flexibilität gebe, Satelliten schneller für die Streitkräfte bereitzustellen. Dieser Ansatz begünstigt Anbieter, die kurzfristig verfügbare Startkapazität liefern können, wovon SpaceX mit der etablierten Falcon 9 profitiert.
SpaceX-Aktie: Worauf Anleger jetzt achten sollten
Anleger dürften nun beobachten, ob die Space Force im Rahmen des SBST-Portfolios weitere Task Orders vergibt und welche Bedeutung zusätzliche Aufträge für die Rolle von SpaceX im Bereich staatlicher Startmissionen haben könnten. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob der positive Kursimpuls der SpaceX-Aktie über den Handelstag hinaus Bestand hat oder ob die Marktreaktion bereits eingepreist ist.
Bettina Schneider, Martina Köhler, Julia Walter, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
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