MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Uneinheitlich - Im frühen Handel erreichten Dow Jones und S&P-500 neue Rekordstände. Doch ausbleibende Nachrichten über eine Einigung zwischen USA und Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus ließen die Kurse im Verlauf bröckeln. Etwas Unterstützung kam zwischenzeitlich vom überraschend schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht, der Zinserhöhungssorgen linderte. AMD verloren 7 Prozent. Die Zahlen des Chipkonzerns wurden im Handel als insgesamt solide bezeichnet. Belastend wirkte die Ankündigung von SpaceX-CEO Elon Musk, das Raketen- und Satellitenunternehmen werde künftig ausschließlich Chips des AMD-Rivalen Nvidia einsetzen. Nvidia tendieren 3,4 Prozent höher. Die SpaceX-Aktie stürzten derweil um 14 Prozent ab. Anleger nahmen Anstoß an den massiven Investitionsausgaben, die das Unternehmen bei Vorlage seiner Zweitquartalszahlen auswies. Die überraschend gut ausgefallenen Quartalszahlen von SpaceX traten darüber in den Hintergrund. Die Zahlen von Uber (-5,3%) waren etwas besser als erwartet, doch gab der Fahrdienstvermittler eine enttäuschende Prognose ab. Bei Kraft Heinz (-3,4%) gingen Umsatz und Gewinn je Aktie im zweiten Quartal zurück. Der Lebensmittelkonzern engte die Ergebnisprognose für das Jahr ein, der Umsatz soll jedoch weniger stark schrumpfen als bislang angenommen. Die Disney-Aktie stieg um 3,6 Prozent. Die Zahlen des Unterhaltungskonzerns hatten die Erwartungen übertroffen.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/-
2 Jahre 4,18 -0,02
10 Jahre 4,62 -0,01
Die Renditen von US-Staatsanleihen sanken nach schwachen ADP-Arbeitsmarktdaten, weil diese die Inflations- und Zinserhöhungssorgen dämpften.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:15
EUR/USD 1,1547 -0,0 -0,0004 1,1551 1,1548
EUR/JPY 182,15 -0,1 -0,0900 182,2400 181,9800
EUR/CHF 0,9323 0,0 0,0000 0,9323 0,9320
EUR/GBP 0,8578 0,0 0,0000 0,8578 0,8572
USD/JPY 157,74 0,0 0,0000 157,7400 157,5400
GBP/USD 1,3455 -0,1 -0,0011 1,3466 1,3467
USD/CNY 6,7484 -0,0 -0,0013 6,7497 6,7497
USD/CNH 6,7497 +0,0 0,0016 6,7481 6,7476
AUS/USD 0,7046 -0,2 -0,0011 0,7057 0,7057
Bitcoin/USD 64.654,45 -0,2 -147,84 64.802,29 64.575,91
Der Dollar tendierte knapp behauptet, nachdem der ADP-Arbeitsmarktbericht überraschend schwach ausgefallen war. Der Dollar-Index gab 0,2 Prozent ab, der Euro legte um 0,2 Prozent auf 1,1555 Dollar zu.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 74,78 -0,6 -0,44 75,22
Brent/ICE 79,13 -0,4 -0,32 79,45
Der nachgebende Dollar und die gesunkenen Marktzinsen verhalfen dem Goldpreis zu einem kräftigen Anstieg. Die Feinunze verteuerte sich zum Settlement um 3,7 Prozent auf 4.245,80 Dollar - es war der größte prozentuale Anstieg seit Februar.
Der Dollar könnte angesichts der Aussicht auf eine sich ausweitende Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan wieder gegenüber dem Yen zulegen, urteilt CBA-Analystin Carol Kong. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass der Offenmarktausschuss im Dezember einen Zinserhöhungszyklus einleiten wird." Die Fed werde wahrscheinlich drei oder möglicherweise vier Zinserhöhungen vornehmen, so Kong. Im Gegensatz dazu werde die BOJ die Zinsen bis Juni 2027 wahrscheinlich noch zweimal anheben, sagt sie. "Das Fazit ist, dass sich die Zinsdifferenzen zwischen den USA und Japan weiter zugunsten des Dollar zum Yen ausweiten werden."
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.261,65 +0,4 16,25 4.245,40
Silber 62,13 +0,1 0,05 62,08
Platin 1.752,90 +1,0 18,04 1.734,86
Die Ölpreise, die in den vergangenen Tagen von Spekulationen auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus und einem damit einhergehenden größeren Ölangebot belastet worden waren, zeigten sich uneinheitlich. Berichten zufolge haben der Iran und der Oman einen Vertragsentwurf zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus fertiggestellt. Es blieb aber unklar, ob die USA diesen unterstützten. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 0,7 Prozent, nachdem die US-Rohölvorräte überraschend gestiegen waren. Der Preis für das Barrel der global gehandelten Sorte Brent stieg in einer kleinen Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste um 0,1 Prozent auf 79,45 Dollar.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
AURUBIS
BERICHTET PROG PROG
3. QUARTAL 3Q25/26 ggVj 3Q25/26 ggVj 3Q24/5
Umsatz 6.449 +40% 6.364 +38% 4.597
EBIT operativ 146 +135% 143 +130% 62
Ergebnis vor Steuern operativ 149 +161% 140 +145% 57
Ergebnis nach Steuern operativ 114 +178% 106 +159% 41
Ergebnis je Aktie operativ 2,61 +178% -- -- 0,94
AUSBLICK 2025/26 - das Unternehmen erwartet:
- ein operatives Ergebnis vor Steuern zwischen 425 bis 525 Mio Euro
bzw. am oberen Ende der Spanne
- operatir ROCE: zwischen 10% und 12%
- alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro;
COMMERZBANK
Ungeachtet des laufenden Übernahmekampfes mit Unicredit hat die Commerzbank zuletzt ihre Vermögensverwaltung ausbauen können. "Allein in diesem Jahr sind uns trotz der geopolitischen Spannungen mehr als 1,6 Milliarden Euro an neuem Geld anvertraut worden", sagte Christian Hassel, Bereichsvorstand Wealth Management und Vermögensverwaltung, der Börsen-Zeitung. Damit habe sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Insgesamt verwaltet die Commerzbank für 20.000 wohlhabende Kunden mittlerweile mehr als 25 Milliarden Euro an Vermögen. Ende 2025 waren es erst 21,5 Milliarden Euro. "Ein beachtlicher Teil des Zuwachses kommt aus Zuflüssen von Mandantenvermögen", sagt Hassel. (Börsen-Zeitung)
CHECK24
Deutschlands größtes Vergleichsportal Check24 vollzieht eine Kehrtwende in seinem Vermittlungsgeschäft für Baufinanzierungen. "Wir werden die eigene Vermittlung einstellen und in Zukunft mit einem Partner zusammenarbeiten", bestätigte das Unternehmen auf Anfrage des Handelsblatts. So würden Kunden auch weiterhin die Möglichkeit haben, eine Baufinanzierung über Check24 abzuschließen, hieß es. Keine Angaben gab es zum künftigen Partner. Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter hat das Münchener Vergleichsportal bereits gefunden. "Die Check24 Mitarbeiter haben aufgrund der Umstrukturierung alternative Jobangebote bei Check24 erhalten oder wir haben den Mitarbeitern eine Abwicklungsvereinbarung inklusive einer marktüblichen Abfindung angeboten", heißt es auf Handelsblatt-Anfrage. Laut Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens sollen rund 150 Personen betroffen sein. (Handelsblatt)
DEUTSCHE TELEKOM
BERICHTET PROG PROG
2. Quartal 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25
Umsatz 29.933 +4% 29.955 +4% 28.671
EBITDA AL bereinigt 11.821 +7% 11.702 +6% 10.999
Erg nach Steuern/Dritten berein. 2.784 +11% 2.628 +5% 2.504
Ergebnis nach Steuern/Dritten 2.450 -6% -- -- 2.615
Ergebnis je Aktie bereinigt 0,58 +14% 0,56 +10% 0,51
Free Cashflow AL 5.027 +3% 4.882 +0% 4.878
Umsatz Deutschland 6.507 +4% 6.368 +1% 6.286
Umsatz USA* 19.562 +5% 19.721 +6% 18.597
Umsatz Europa 3.164 +2% 3.184 +2% 3.116
Umsatz Systemgeschäeft 1.077 +6% 1.033 +2% 1.013
EBITDA AL bereinigt Deutschland 2.672 +3% 2.675 +3% 2.605
EBITDA AL bereinigt USA* 7.969 +9% 7.889 +8% 7.299
EBITDA AL bereinigt Europa 1.255 +7% 1.221 +4% 1.170
EBITDA AL bereinigt Systemgesch. 99 +3% 98 +2% 96
* T-Mobile US hat bereits Zahlen veröffentlicht
AUSBLICK GJ 2026 - die Telekom erwartet nun
(konstante Wechselkurse unterstellt, u.a. 1,13 Dollar je Euro):
- bereinigtes EBITDA AL: weiterhin bei rund 47,5
(bisher: 47,4, VJ: 44,7) Mrd. Euro
- Free Cashflow AL: nun rund 20,0 (bisher: mehr als 19,8) Mrd. Euro
- alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro;
Die Telekom kauft deutlich mehr eigene Aktien zurück als zunächst geplant. Wie der DAX-Konzern mitteilte, stockt er sein Aktienrückkaufprogramm um bis zu 3 Milliarden Euro bis Jahresende auf. Die Rückkäufe können damit bis Ende 2026 bis zu 5 Milliarden Euro erreichen. Vom bislang laufenden Programm von 2 Milliarden Euro hat die Telekom bis einschließlich Mittwoch Rückkäufe im Volumen von 1,2 Milliarden Euro umgesetzt.
FRAPORT
BERICHTET PROG PROG
2. QUARTAL 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25
Umsatz 1.187 +6% 1.153 +3% 1.122
EBITDA 386 +1% 373 -3% 384
EBIT 207 -19% 205 -19% 254
Ergebnis nach Steuern 85 -32% 105 -16% 125
Ergebnis nach Steuern/Dritten 69 -38% 93 -17% 111
Ergebnis je Aktie 0,75 -38% 0,95 -21% 1,20
Ausblick 2026 - das Unternehmen erwartet:
- EBITDA: bis zu rund 1,5 Mrd Euro
- Konzernergebnis: einen Rückgang
- Passagieraufkommen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 63,2 Mio
- alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro;
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
August 06, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)