Nach Drohnen-Vorfall: EU-Außenbeauftragter fürchtet weitere Eskalation


BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach dem angeblichen Drohnenangriff auf Kremlchef Wladimir Putin hat sich der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell besorgt gezeigt. "Was uns Sorgen macht, ist, dass dies als Rechtfertigung für weitere Angriffe auf die Ukraine genutzt werden kann", sagte Borrell am Donnerstag am Rande eines Treffens der EU-Entwicklungsminister in Brüssel. "Wir fordern Russland auf, diesen angeblichen Angriff nicht als Vorwand für eine weitere Eskalation des Krieges zu nutzen." An die EU-Staaten gerichtet sagte Borrell, das Wichtigste sei nun, die Ukraine weiterhin militärisch, politisch und wirtschaftlich zu unterstützen.

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Das russische Präsidialamt berichtete, in der Nacht zu Mittwoch seien zwei Drohnen zum Absturz gebracht worden, die auf das Kreml-Gelände zugeflogen seien. Nach russischer Darstellung steckt die Ukraine hinter dem Angriff. "Die russische Seite behält sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen", hieß es in einer Mitteilung. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Vorwürfe zurück und sagte, der Kreml habe sich das ausgedacht. Seine Armee greife weder Moskau noch Putin an.

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