Knorr-Bremse erhöht operativen Ausblick 2026 und gibt Mittelfrist-Prognose - Aktie von Gewinnmitnahmen belastet
Knorr-Bremse blickt nach einem starken zweiten Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr. Der MDAX-Konzern erhöhte seine Umsatz- und Margenprognose.
Knorr-Bremse ist nach deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwächsen im zweiten Quartal 2026 zuversichtlicher für das Gesamtjahr geworden. Wie der Konzern mitteilte, plant er nun mit einem Umsatz von 8,1 bis 8,3 Milliarden Euro nach zuvor in Aussicht gestellten 8 bis 8,3 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Marge sieht Knorr-Bremse in diesem Jahr nun bei 14,0 bis 14,5 Prozent nach bislang rund 14 Prozent.
Umsatz und Ergebnis legen im zweiten Quartal zu
Im abgelaufenen Quartal wuchs der Umsatz um 7,2 Prozent auf 2,143 Milliarden Euro. Das operative EBIT stieg auf 305 Millionen Euro nach 262 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, die entsprechende Marge verbesserte sich auf 14,2 von 13,1 Prozent.
Bei einem Periodenergebnis von rund 174,3 Millionen Euro stieg der Gewinn je Aktie auf 1,08 Euro nach 0,87 Euro im Vorjahr. Den Auftragseingang gab Knorr-Bremse mit 2,202 Milliarden Euro an, nach 2,108 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Der vollständige Halbjahresbericht wird am 30. Juli veröffentlicht.
Neue Ziele bis 2030
Knorr-Bremse gab zudem neue mittelfristige Ziele für 2030 bekannt. Demnach strebt das Unternehmen einen Umsatz von rund 10 Milliarden Euro, eine operative EBIT-Marge von rund 16 Prozent, eine Cash-Conversion-Rate von über 90 Prozent sowie einen Return on Capital Employed von über 25 Prozent an.
So reagiert die Knorr-Bremse-Aktie
Ungeachtet einer Erhöhung der Ziele für 2026 sind die Papiere von Knorr-Bremse am Donnerstag deutlich zurückgefallen. An den Zwischenhochs bei 110,80 Euro hatte ihnen im Juli bereits zweimal die Kraft für weitere Anstiege gefehlt. Mit einem Minus von zuletzt 6,7 Prozent auf 101,10 Euro geht der Kurs nun wieder in den Seitwärtstrend seit April über.
Der Bremsenspezialist erhöhte nach einem robusten ersten Halbjahr die Prognose für das laufende Jahr. Für 2026 werde ein Umsatz von 8,1 bis 8,3 Milliarden Euro erwartet, hieß es. Damit wurde die untere Spanne um 100 Millionen angehoben. Die operative Marge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte statt bei rund 14 Prozent jetzt bei 14 bis 14,5 Prozent liegen. Im Geschäftsjahr 2030 werden den Angaben zufolge ein Umsatz von rund 10 Milliarden Euro und eine operative Marge von rund 16 Prozent erwartet.
Ein Händler sagte zu den vorgelegten Zahlen, man habe bereits einen soliden Bericht erwartet. Für Kursgewinne sei er aber womöglich nicht gut genug. Die 2030er-Ziele bewegten sich im Rahmen der Erwartungen. Von der DZ Bank hieß es, sie böten kaum Impulse.
DOW JONES / (dpa-AFX)
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Bildquellen: Knorr-Bremse AG, Jann Averwerser/Knorr Bremse AG