Nervosität

Talfahrt beschleunigt sich: Bayer-Aktie wegen US-Vergleichs-Sorgen auf Jahrestief


Talfahrt beschleunigt sich: Bayer-Aktie wegen US-Vergleichs-Sorgen auf Jahrestief

Die Aktien von Bayer sind am Dienstag auf das tiefste Niveau seit Anfang Dezember gesackt. Dabei belasten vor allem Gerichtsverhandlungen in den Vereinigten Staaten.

Wegen des Rechtsstreits um den Unkrautvernichter Glyphosat kommt die Bayer-Aktie am Dienstag erneut unter Druck. Die Papiere von Bayer sanken am Dienstag mit 32,96 Euro auf das tiefste Niveau seit Anfang Dezember. Dabei verloren sie gut 6 Prozent. Letztlich ging es für die Bayer-Aktie um 2,93 Prozent auf 34,10 nach unten. Damit war das Papier zeitweise schwächster Wert im DAX, nachdem einzelne Klägeranwälte versucht haben, den im Frühjahr ausgehandelten 7,25 Milliarden US-Dollar schweren Sammelvergleich von einem Gericht in Missouri an ein Gericht in Kalifornien zu verlegen. Dessen Richter gilt als kritisch gegenüber Bayer und hat vor Jahren schon einmal einen Sammelvergleich des Monsanto-Mutterkonzerns platzen lassen.

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Bayer will gegen Anordnung vorgehen

Ein Bayer-Sprecher kündigte an, gegen die vom Judicial Panel on Multidistrict Litigation verhängte bedingte Anordnung vorzugehen, um die Rückverlegung des Verfahrens zu erreichen. "Wir sind zuversichtlich, dass unsere Argumente dafür sprechen, dass der Fall des Sammelvergleichs an das Staatsgericht von Missouri zurückverwiesen werden sollte", sagte er.

Bayer hatte sich im Februar mit den großen Schadensersatzkanzleien in den USA auf einen Vergleich im Gesamtvolumen von bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar geeinigt, der sämtliche bisherigen und künftigen Klagen abdeckt, bei denen eine Erkrankung am Non-Hodgkin-Lymphom auf den Einsatz von Roundup zurückgeführt wird. Das zuständige Gericht in Missouri hatte den Vergleich Anfang März vorläufig gebilligt, endgültig steht die Zustimmung aber noch aus.

Versprechen von Bayer-Chef Anderson an Aktionäre wackelt

Bayer-Chef Bill Anderson hat den Investoren versprochen, die vielen Rechtsrisiken, unter denen der Pharma- und Agrarchemiekonzern seit Jahren leidet, 2026 deutlich einzudämmen. Ein erfolgreicher Sammelvergleich ist dazu ein wesentlicher Baustein. Sollte der Vergleich scheitern, wäre dies ein massiver Rückschlag für Bayer und Anderson und sein Versprechen wohl nicht mehr zu halten.

dpa-AFX / Dow Jones Newswires

Bildquellen: Gil C / Shutterstock, Taina Sohlman / Shutterstock.com

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