Lloyds-Aktie gesucht: Gewinn überrascht positiv
Die britische Großbank Lloyds setzt sich nach einem überraschend guten Quartal neue Ziele für den Rest des Jahrzehnts.
Bis zum Jahr 2030 soll die Rendite auf das materielle Eigenkapital auf etwa 20 Prozent steigen, wie das Geldhaus am Donnerstag in London mitteilte. Für 2026 hat Bankchef Charlie Nunn mehr als 16 Prozent und für 2028 mehr als 18 Prozent im Auge. Dazu will er die Erträge abseits von Zinsen stärker nach oben treiben und die Kosten um brutto zwei Milliarden britische Pfund (2,3 Mrd Euro) senken. Die Anleger reagierten erfreut.
Die Lloyds-Aktie legte rund zwei Prozent auf 113,30 Pence zu und näherte sich damit wieder dem Anfang Juli erreichten Mehrjahreshoch von knapp 116 Pence. Seit Ende 2025 zog der Börsenwert der britischen Bank um 15 Prozent auf 66 Milliarden Pfund oder umgerechnet 77 Milliarden Euro zu.
Im zweiten Quartal steigerte Lloyds den Vorsteuergewinn im Jahresvergleich um 14 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Pfund und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der Überschuss wuchs um 11 Prozent auf 1,6 Milliarden Pfund. Während die Erträge der Bank um rund zehn Prozent auf fast fünf Milliarden Pfund stiegen, wuchsen die Betriebskosten lediglich um rund drei Prozent. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital lag mit 17 Prozent wie schon im ersten Quartal über der Mindestschwelle für das laufende Jahr.
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LONDON (dpa-AFX)
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