Preisauftrieb auf Erzeugerstufe lässt im Oktober nach
Von Andreas Plecko
WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisauftrieb auf der Stufe der deutschen Erzeuger hat im Oktober nachgelassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, fielen die Preise um 4,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das ist der erste Preisrückgang seit Mai 2020. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Preisanstieg um 0,4 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise um 34,5 Prozent höher. Die befragten Ökonomen hatten ein Plus von 39,7 Prozent erwartet.
Die Jahresrate ist damit merklich zurückgegangen. Im August und September hatte sie jeweils 45,8 Prozent betragen. Hauptverantwortlich für den Anstieg im Vorjahresvergleich ist weiterhin die Preisentwicklung bei Energie. Zudem stiegen, teilweise infolge der Preissteigerungen für Energie, auch die Preise für Verbrauchsgüter, Vorleistungsgüter, Gebrauchsgüter und Investitionsgüter deutlich an.
Die Energiepreise waren im Oktober im Durchschnitt 85,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei Energie hatten die Preissteigerungen für Erdgas in der Verteilung, gefolgt von denen für elektrischen Strom.
Gegenüber dem Vormonat sanken die Energiepreise im Durchschnitt um 10,4 Prozent, hauptsächlich verursacht durch den Rückgang der Preise für elektrischen Strom sowie für Erdgas in der Verteilung.
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November 21, 2022 02:11 ET (07:11 GMT)