Glencore-Aktie in Grün: Rohstoffkonzern steigt in Bieterkampf um Kobaltproduzenten Sherritt ein
Glencore steigt in den Bieterkampf um den kanadischen Bergbaukonzern Sherritt International ein. Ein Konsortium will mindestens 55 Prozent übernehmen.
Der Rohstoffkonzern Glencore beteiligt sich laut einem Bericht der "Financial Times" an einem Konsortium, das um die Kontrolle des kanadischen Bergbauunternehmens Sherritt International konkurriert. Interessiert daran sei auch ein dem US-Präsidenten Donald Trump nahestehendes Family Office.
Sherritt betreibt laut dem Bericht Nordamerikas einzige bedeutende Kobaltraffinerie. Zudem halte Sherritt eine 50-prozentige Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem kubanischen Staatsunternehmen General Nickel Company. Aufgrund der US-Sanktionen gegen Kuba musste Sherritt seine Kuba-Aktivitäten allerdings einfrieren.
Das Glencore-Konsortium, zu dem auch Kyma Capital, Trifon Natsis und ein nicht namentlich genannter US-Investor gehören, will frisches Eigenkapital einbringen und mindestens 55 Prozent an Sherritt übernehmen. Parallel bietet Gillon Capital, das Family Office des Trump-nahen Unternehmers Ray Washburne, eine ähnliche Mehrheitsübernahme an.
Glencore wollte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AWP nicht weiter zu dem Bericht äußern.
Im Londoner Handel steigt die Glencore-Aktie zeitweise um 0,4 Prozent an auf 5,71 GBP.
LONDON (dpa-AFX)
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Bildquellen: Glencore, 360b / Shutterstock.com