Fraport-Aktie dennoch verlustreich: Operatives Ergebnis besser als erwartet
Der Flughafenbetreiber Fraport hat im zweiten Quartal operativ mehr verdient als erwartet.
Der Gewinn unter dem Strich lag zwar um gut ein Drittel unter dem Vorjahreszeitraum. Dies lag aber an buchhalterischen Effekten, insbesondere im Zusammenhang mit Inbetriebnahme der neuen Terminal-Gebäude in Lima und in Frankfurt, wie die Fraport AG mitteilte. Der MDAX-Konzern bestätigte seine Finanzziele und die im Juli gesenkte Prognose für die Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt.
"Während das Passagieraufkommen in Frankfurt streikbedingt und aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation im Nahen Osten stagniert, wächst der Verkehr an den meisten internationalen Standorten im Fraport-Konzern", sagte Vorstandschef Stefan Schulte laut der Mitteilung. "Unsere breite Diversifizierungsstrategie ist ein wichtiger Stabilitätsanker - gerade in den aktuell sehr volatilen Zeiten. Finanziell sind wir weiter auf Kurs."
In den Monaten April bis Juni lag der Umsatz mit 1,19 Milliarden Euro um 5,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich leicht um 0,7 Prozent auf 386,3 Millionen Euro. Nach Steuern und Dritten verdiente Fraport 84,7 Millionen Euro nach 125 Millionen Euro im zweiten Quartal des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie sank um 37,5 Prozent auf 0,75 Euro.
Analysten hatten im Konsens einen Umsatz von 1,15 Milliarden Euro und ein EBITDA von 373 Millionen erwartet. Den Konzerngewinn sahen sie bei 93 Millionen bzw. 0,95 Euro je Aktie.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Fraport weiterhin ein Konzern-EBITDA von bis zu rund 1,5 Milliarden Euro, nach 1,44 Milliarden im vergangenen Jahr. Der Konzerngewinn dürfte wegen höherer Abschreibungen weiter zurückgehen. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt erwartet der Konzern nur noch ein Passagieraufkommen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 63,2 Millionen, statt des ursprünglich erwarteten Anstiegs auf 65 bis 66 Millionen Fluggäste.
Im XETRA-Handel fällt die Fraport-Aktie zeitweise um 1,85 Prozent auf 66,35 Euro.
DOW JONES
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