Prognose bestätigt

Rekord-Aufträge reichen nicht: HENSOLDT-Aktie gibt trotz Auftragsboom nach


Rekord-Aufträge reichen nicht: HENSOLDT-Aktie gibt trotz Auftragsboom nach

Der Sensor- und Radarspezialist HENSOLDT hat im ersten Halbjahr von einer starken Nachfrage profitiert und den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt.

Getrieben durch Beschaffungsaufträge aus Deutschland und anderen europäischen Staaten erreichte der Auftragsbestand von HENSOLDT ein neues Rekordhoch von über 10 Milliarden Euro. Auch bei Umsatz und operativem Ergebnis verzeichnete der Konzern deutliche Zuwächse und bestätigte in der Folge seine Prognose für das Gesamtjahr.

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In den ersten sechs Monaten kletterte der Konzernumsatz laut Mitteilung um knapp 24 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro und lag damit leicht über der Konsensschätzung von 1,15 Milliarden Euro. Der Auftragseingang sprang auf 2,81 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,41 Milliarden Euro) und übertraf die Markterwartungen von 1,23 Milliarden Euro deutlich.

Das bereinigte EBITDA wuchs auf 137 Millionen Euro nach 107 Millionen Euro im Vorjahr. Hier hatte Analysten mit 139 Millionen Euro etwas mehr erwartet. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich leicht auf 11,8 Prozent (Vorjahr: 11,3 Prozent). Der bereinigte Free Cashflow fiel mit minus 136 Millionen Euro (Vorjahr: minus 181 Millionen Euro) negativ aus.

Die positive operative Entwicklung zeigte sich in beiden Segmenten des Konzerns: Der Bereich Sensors verzeichnete einen um 58 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro gestiegenen Auftragseingang, während der Umsatz um 17 Prozent auf 955 Millionen Euro zulegte. Ein außergewöhnlich starkes Wachstum wies das Segment Optronics auf: Dank Großaufträgen zur Ausstattung von Schützenpanzern sprang der Auftragseingang von 164 Millionen Euro auf 971 Millionen Euro.

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Mit Blick auf das Gesamtjahr 2026 bestätigte HENSOLDT den Ausblick, der unter anderem einen Konzernumsatz von etwa 2,75 Milliarden Euro, ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,5x bis 2,0x sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 18,5 bis 19,0 Prozent vorsieht.

So reagiert die HENSOLDT-Aktie

Trotz Rekord-Auftragseingangs belasteten ein leicht verfehltes operatives Gewinnziel und der negative Cashflow die Stimmung: Die HENSOLDT-Aktie verlor im XETRA-Handel am Freitag letztlich 5,03 Prozent auf 79,76 Euro, nachdem es vorbörslich noch hoch gegangen war.

In den ersten sechs Monaten verdoppelte sich zwar der Auftragseingang, doch laut JPMorgan-Analyst David Perry fiel das Zahlenwerk insgesamt weitgehend überraschungslos aus. Zudem schrieb er: Die Aktie sei das "am höchsten bewertete Rüstungsunternehmen in unserem Analyseuniversum". Zwar hält er das Produktportfolio nach wie vor für hervorragend, doch sehe er unter den deutschen von ihm bewerteten Unternehmen woanders mehr Aufwärtspotenzial.

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Diese Meldung wurde mit Hilfe Künstlicher Intelligenz automatisch erstellt und anschließend von der Redaktion von Dow Jones Newswires auf Korrektheit geprüft.

DOW JONES / dpa-AFX

Bildquellen: HENSOLDT

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