Bilfinger-Aktie bricht trotzdem ein: Quartalsumsatz und -Gewinn verbessert
Bilfinger hat im abgelaufenen Quartal Umsatz und operativen Gewinn gesteigert und die Prognose bestätigt.
Der Auftragseingang blieb allerdings mit knapp 1,5 Milliarden Euro um 16 Prozent hinter dem "außerordentlich starken" Vorjahresquartal zurück, wie der Industriedienstleister mitteilte. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheiten agierten Kunden "zurückhaltend", gleichwohl handele es sich um den dritthöchsten Auftragseingang seit zehn Jahren, erläuterte Bilfinger.
Das EBITA verbesserte sich im zweiten Jahresviertel um 4 Prozent zum Vorjahr auf 77 Millionen Euro. Bei einem Umsatzanstieg von 7 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro ergab sich eine EBITA-Marge von 5,3 (Vorjahr: 5,5) Prozent. Sie lag damit unter dem Zielkorridor von 5,8 bis 6,2 Prozent für das laufende Jahr. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von 54 Millionen Euro, das damit den Vorjahreswert von 48 Millionen Euro deutlich übertraf.
Analysten hatten im Schnitt mit 75 Millionen Euro EBITA, 1,44 Milliarden Euro Umsatz und einer EBITA-Marge von 5,3 Prozent gerechnet.
Im laufenden Jahr plant Bilfinger weiter mit Umsätzen zwischen 5,4 und 5,9 Milliarden Euro, einer EBITA-Marge von 5,8 bis 6,2 Prozent sowie einem Free Cashflow von 250 bis 300 Millionen Euro.
So reagiert die Bilfinger-Aktie
Aktien von Bilfinger sind zeitweise um 9 Prozent auf das tiefste Niveau seit Juni 2025 zurückgefallen. Der Industriedienstleister wurde nach dem zweiten Quartal etwas zurückhaltender hinsichtlich der Profitabilität und stellte die Anleger auf das untere Ende der bestehenden Zielspanne ein.
Ein Börsianer rechnet nun mit einer leicht sinkenden Markterwartung an den operativen Gewinn. Die negative Kursreaktion überraschte ihn allerdings, da der Auftragseingang die vor dem Bericht bestehenden Sorgen eigentlich etwas zerstreuen sollte. Zuletzt dämmten Bilfinger-Aktien ihren Kursabschlag immerhin auf unter 6 Prozent ein.
DOW JONES / (dpa-AFX Broker)
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Bildquellen: Bilfinger SE