Quartalsbilanz

Micron-Aktie verzeichnet Rekordhoch: Micron macht überraschend Gewinne - Zahlen übertreffen Erwartungen auf allen Ebenen


Micron-Aktie verzeichnet Rekordhoch: Micron macht überraschend Gewinne - Zahlen übertreffen Erwartungen auf allen Ebenen

Der Chiphersteller Micron hat am Mittwoch nachbörslich seine Bücher geöffnet.

Der Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) hat Micron Technology überraschend in die Gewinnzone zurückgeführt.

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Außerdem verringerte sich das weltweite Überangebot an klassischen Speicherchips. Daher äußerte sich der Halbleiter-Hersteller bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen auch optimistisch zu den Aussichten für das laufende Quartal.

Im abgelaufenen Vierteljahr machte das Unternehmen den Angaben zufolge einen Reingewinn von 793 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 2,31 Milliarden Dollar zu Buche gestanden hatte. Gleichzeitig sei der Umsatz auf 5,82 Milliarden Dollar von 3,69 Milliarden Dollar gestiegen und habe damit die eigenen Erwartungen übertroffen.

Für das laufende Quartal stellte der US-Konzern Erlöse von 6,6 Milliarden Dollar, plus/minus 200 Millionen Dollar, in Aussicht. Der Überschuss werde voraussichtlich bei 0,17 Dollar je Aktie, plus/minus sieben US-Cent, liegen.

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Gewinnbringer KI

Micron liefert seit einigen Wochen in größerem Stil leistungsstarke Speicherchips für die aktuelle Modellgeneration der KI-Spezialprozessoren von NVIDIA. Diese "HBM3E" (High Bandwidth Memory 3E) sind für Micron wegen ihrer technologischen Komplexität sehr profitabel. Allein mit diesen Halbleitern will der US-Konzern im laufenden Jahr einen Umsatz von "mehreren Hundert Millionen Dollar" erzielen. Für das kommende Jahr stellte er deutlich höhere Erlöse in Aussicht.

Bislang bezieht der Weltmarktführer Nvidia seine KI-Speicherchips hauptsächlich vom Micron-Rivalen SK Hynix. Analysten gehen davon aus, dass der US-Konzern seinem südkoreanischen Konkurrenten im Jahresverlauf immer größere Marktanteile abjagen kann.

KI-Fantasie katapultiert Micron auf Rekordhoch

Eine Kursrally bei Micron nach einem starken Quartalsausblick des US-Halbleiterkonzerns strahlt am Donnerstag weltweit positiv auf Chipwerte aus. Die Tech-Branche wurde auch allgemein von den geldpolitischen Signalen der US-Notenbank Fed gestützt. Die Micron-Aktie gewann am Donnerstag im NASDAQ-Handel letztendlich 14,13 Prozent auf 109,85 US-Dollar.

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Die Micron-Rally zog auch andere Sektorwerte mit nach oben. So kletterten die Aktien von Western Digital um 7,2 Prozent und jene von Applied Materials um 4,0 Prozent nach oben. Stärke zeigten auch die Broadcom-Papiere mit einem Anstieg um 8,7 Prozent. In Europa ging es für die Branchenwerte Infineon, ASML und STMicroelectronics um bis zu 5,0 Prozent hoch.

Timothy Arcuri von der Schweizer Bank UBS betonte, Micron habe genau den richtigen Ton getroffen - auch hinsichtlich der Preisgestaltung und der Dauerhaftigkeit des aktuellen Zyklus. "Wir sagen seit langem, dass der Höhepunkt erst kommt, wenn die Bruttomarge diesen erreicht", sagte der Experte. Bis weit ins Jahr 2025 sei dies unwahrscheinlich. Er betonte, die mit "Buy" bewertete Aktie bleibe eine seiner Top-Ideen. Das Kursziel schraubte er leicht auf 125 Dollar nach oben.

Laut einem Händler sind die Aussagen von Micron ein Zeichen dafür, dass sich die Situation auf dem Speichermarkt bessert. Der für 2025 in Aussicht gestellte Investitionsanstieg sei auch positiv für Ausrüster und Zulieferer, sofern sie mit dem Speicher- und KI-Geschäft in Verbindung gebracht werden könnten.

Hinzu kommt, dass die US-Regierung die Chipindustrie im Land mit weiteren Milliarden-Subventionen weiter ankurbeln will. Präsident Joe Biden kündigte am Mittwoch an, seine Regierung wolle dem US-Chipriesen Intel bis zu 8,5 Milliarden Dollar (rund 7,8 Mrd Euro) an direkten Finanzmitteln und 11 Milliarden Dollar (rund 10,1 Mrd Euro) an Darlehen für Computerchipfabriken in vier US-Bundesstaaten zur Verfügung zu stellen. Die Finanzspritze solle dabei helfen, den US-Anteil an der weltweiten Produktion hochmoderner Chips bis zum Ende des Jahrzehnts auf 20 Prozent zu erhöhen.

Redaktion finanzen.net mit Material von Reuters und dpa-AFX

Bildquellen: Sundry Photography / Shutterstock.com, Charles Knowles / Shutterstock.com

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