HSBC-Aktie stabil: Bank nimmt Aktienrückkäufe wieder auf - Gewinn steigt stärker als erwartet
Die britische Großbank HSBC hat im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet.
Die britische Großbank HSBC hat im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen und will deshalb ihre Sparziele verschärfen. HSBC-Chef Georges Elhedery will die jährlichen Kosten nun um 2 Milliarden US-Dollar senken. Zudem nimmt die Bank den Rückkauf eigener Aktien wieder auf.
HSBC steigert Gewinn deutlich
Im zweiten Quartal stiegen die Erträge im Jahresvergleich um 16 Prozent auf gut 19,1 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn vor Steuern wuchs um 60 Prozent auf 10,1 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 7,7 Milliarden US-Dollar, rund zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor.
Bank verschärft Sparprogramm
Elhedery will die jährlichen Kosten nun um 2 Milliarden US-Dollar senken. Damit erhöht die HSBC ihr bisheriges Sparziel von 1,5 Milliarden US-Dollar. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2024 hat der HSBC-Chef den Konzern bereits umfassend umgebaut, tausende Stellen gestrichen und mehrere Geschäftsbereiche verkauft oder geschlossen.
Allein im vergangenen Jahr trennte sich die Bank von 15 strategisch unwichtigen Geschäftsbereichen. Zuletzt kamen drei weitere Verkäufe hinzu, darunter die Versicherungstochter in Singapur an den deutschen Versicherer Allianz.
"Wir führen derzeit zügig eine Überprüfung jener Geschäfte durch, die entweder eine geringe Rendite abwerfen oder nicht strategisch relevant sind", sagte Elhedery. Die HSBC-Führung gehe davon aus, ihr Zielprofil und die angestrebte geografische Präsenz bald zu erreichen.
HSBC setzt auf Asien und Aktienrückkäufe
Die HSBC erzielt den größten Teil ihrer Erträge und Gewinne in Asien. Elhedery setzt daher auf den weiteren Ausbau des Geschäfts in der Region. Zuletzt hatte die Bank die Komplettübernahme ihrer Hongkong-Tochter für 14 Milliarden US-Dollar angekündigt. Wegen der Kaufsumme hatte HSBC in den vergangenen Monaten auf Aktienrückkäufe verzichtet.
Nun sieht sich die Bank wieder ausreichend mit Kapital ausgestattet, um eigene Aktien zurückzukaufen. Das neue Rückkaufprogramm hat ein Volumen von bis zu 1 Milliarde US-Dollar.
HSBC hebt Zinsüberschuss-Prognose an
Für 2026 rechnet die HSBC zudem mit einem etwas höheren Zinsüberschuss. Die bisherige Zielmarke von 46 Milliarden US-Dollar soll nun mindestens erreicht werden.
Die HSBC-Aktie notiert in London zeitweise stabil bei 15,97 GBP.
dpa (AFX)
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