Schmerzensgeld

Lufthansa-Aktie leichter: Prozess um Germanwings-Absturz beginnt Ende August


Lufthansa-Aktie leichter: Prozess um Germanwings-Absturz beginnt Ende August

Mehr als zehn Jahre nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine mit 150 Toten beginnt in Braunschweig bald ein Prozess um Schmerzensgeld.

Die mündliche Verhandlung findet am 28. August am Landgericht Braunschweig statt, wie das Gericht mitteilte. 30 Klägerinnen und Kläger fordern Schadenersatz von bis zu 110.000 Euro.

Werbung

Das Flugzeug der Fluglinie stürzte am 24. März 2015 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen ab. 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Der damalige Copilot steuerte die Maschine absichtlich in den Abgrund.

Die Kläger sind nach Angaben des Gerichts überzeugt, dass die Flugtauglichkeit des Copiloten nicht ausreichend überwacht worden sei. So soll der Absturz erst ermöglicht worden sein, so die Argumentation der Kläger. Die Bundesrepublik Deutschland hafte deshalb für Schäden. Das Zivilverfahren wird in Braunschweig verhandelt, weil dort das Luftfahrt-Bundesamt seinen Sitz hat.

Ob die Klage Erfolg haben wird, ist allerdings fraglich. Das Gericht hält es nach erster Einschätzung für wahrscheinlich, dass der Staat keinen Schadenersatz zahlen muss. Betroffene könnten den gleichen Schaden stattdessen von der Fluggesellschaft verlangen.

Werbung

Germanwings stellte den Flugbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie ein. Die rechtliche Gesellschaft wird als Teil des Lufthansa-Konzerns abgewickelt.

30-Kilo-Hunde dürfen bei Lufthansa-Tochter jetzt in die Kabine

Die italienische Lufthansa-Tochter Ita Airways lässt nun größere Hunde in ihren Maschinen mitfliegen. Ab kommendem Montag können die Tiere mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm ohne Transportbox in der Kabine mit dabei sein, wie die Fluglinie in Rom ankündigte. In diese Gewichtsklasse können zum Beispiel Schäferhunde, Dalmatiner oder aber auch Bullterrier fallen. Der Service "Large Dog On Board" ist nach Angaben von Ita ab sofort buchbar.

Dieser Service wird allerdings erst einmal nur auf ausgewählten Inlandsflügen angeboten. In einer ersten Phase dürfen pro Flug nach Angaben der Airline maximal zwei größere Hunde in der Kabine mitreisen: ein Tier bis 30 Kilogramm in der Business-Class und ein weiteres bis 15 Kilogramm in der Economy-Class.

Werbung

Mensch und Tier müssen nicht mehr getrennt werden

Ita hatte das Vorhaben bereits im Februar angekündigt und schon zuvor mit einem Testflug von Mailand nach Rom erprobt. Dabei reisten zwei Hunde größerer Rassen ohne Transportbox in der Kabine mit. Möglich wurde der neue Service nach dem grünen Licht durch die italienische Luftfahrtbehörde Enac.

Bislang müssen größere Hunde bei Flugreisen in der Regel in einer Transportbox im Frachtraum untergebracht werden. Ita begründet die Neuerung mit dem Wunsch vieler Passagiere, ihre Tiere auf Reisen mitnehmen zu können. Der deutsche Geschäftsführer Joerg Eberhart sagte, man habe auf die Wünsche der Kunden gehört und ermögliche ihnen nun das Reisen mit ihren vierbeinigen Begleitern, ohne dass Mensch und Tier getrennt werden müssten.

Die Mitnahme der Hunde wird als kostenpflichtiger Zusatzservice gebucht und muss nach Angaben von Ita mindestens vier Tage vor dem Abflug über das Kundenservicezentrum der Airline reserviert und bezahlt werden.

Die Richtlinien der Luftfahrtbehörde Enac sehen vor, dass die Hunde einen Maulkorb tragen und auch angeleint sein müssen. Ihnen wird immer ein Platz am Fenster zugeteilt, wo sie auf einem besonders saugfähigen Teppich auf dem Boden Platz nehmen sollen. Der Besitzer bekommt den Platz daneben.

"Large Dog On Board" soll noch ausgeweitet werden

Ita plant nach eigenen Angaben, den Service nach der ersten Phase schrittweise auf weitere Inlandsflüge und künftig auch auf internationale Flüge auszuweiten. Die Airline erklärte schon zuvor, dass andere Passagiere den Sitzplatz wechseln dürfen, wenn sie Angst vor Hunden oder eine Allergie haben.

An der ehemaligen Alitalia ist die Lufthansa seit vergangenem Jahr mit 41 Prozent beteiligt, sie will aber möglichst schnell die Mehrheit übernehmen. Nach der Ankündigung des neuen Services Anfang des Jahres hieß es noch vom Mutterkonzern, für die Lufthansa gebe es keine solchen Pläne.

Via XETRA fällt die Lufthansa-Aktie zeitweise um 0,55 Prozent auf 8,98 Euro.

/DP/zb

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX)

Bildquellen: Sean Gallup/Getty Images, Thomas Lohnes/Getty Images

Werbung