Schulden

Elon Musk warnt vor US-Staatsbankrott: Nur KI kann Amerika noch retten


Elon Musk warnt vor US-Staatsbankrott: Nur KI kann Amerika noch retten

Elon Musk hält einen Staatsbankrott der USA ohne massive Fortschritte bei KI und Robotik für unausweichlich. Auch andere Experten warnen.

  • Musk erklärte im Dwarkesh-Patel-Podcast, die USA würden ohne massiven KI- und Robotik-Einsatz "zu 1.000 Prozent" bankrottgehen
  • US-Staatsverschuldung liegt bei rund 39 Billionen US-Dollar
  • Auch Ray Dalio und Jamie Dimon warnen vor den Risiken der Schuldenentwicklung

Musk: "Nichts anderes wird die Staatsschulden lösen"

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In einem Interview mit Podcaster Dwarkesh Patel und Stripe-Mitgründer John Collison äußerte sich Elon Musk erneut alarmierend zur fiskalischen Lage der Vereinigten Staaten. Ohne den transformativen Effekt von Künstlicher Intelligenz und Robotik auf die Wirtschaft sei ein Staatsbankrott unausweichlich, so Musk laut "Fortune".

"Wir werden als Land zu 1.000 Prozent bankrottgehen und scheitern - ohne KI und Roboter", zitiert "Fortune" den Milliardär. Nichts anderes werde die Staatsverschuldung lösen. Man brauche lediglich genügend Zeit, damit KI und Robotik ihre wirtschaftliche Wirkung entfalten und einen Bankrott verhindern könnten.

Auf die Frage, warum er als Leiter des Department of Government Efficiency (DOGE) zugleich umfangreiche Sparmaßnahmen vorangetrieben habe, wenn Technologie langfristig ohnehin für Wachstum sorgen solle, erklärte Musk, es sei ihm vor allem um die Bekämpfung von Verschwendung und Betrug gegangen. Ziel sei gewesen, die aus seiner Sicht nicht nachhaltige Entwicklung der Staatsfinanzen zu verlangsamen und Zeit für den Ausbau von KI und Robotik zu gewinnen.

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Hohe Zinslast belastet die Staatsfinanzen

Die US-Staatsverschuldung lag laut US-Finanzministerium Ende Juli bei rund 39,7 Billionen US-Dollar. Im laufenden Fiskaljahr 2026 summierte sich das Defizit in den ersten neun Monaten auf rund 1,4 Billionen US-Dollar und lag damit gut 2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Musk verwies darauf, dass die jährlichen Zinszahlungen inzwischen bei rund einer Billion US-Dollar lägen und damit den Verteidigungshaushalt der Vereinigten Staaten überstiegen.

Experten sehen unterschiedliche Risiken

Nicht alle Marktbeobachter teilen Musks Einschätzung eines drohenden Staatsbankrotts, die er im Februar 2026 im Dwarkesh-Patel-Podcast äußerte. Bridgewater-Gründer Ray Dalio sagte in einem Interview mit CNBC, es werde voraussichtlich nicht zu einem klassischen Zahlungsausfall kommen. Die US-Notenbank könne im Bedarfsfall Geld schaffen und Staatsanleihen erwerben. Das Risiko liege aus seiner Sicht eher in einer Abwertung des US-Dollars durch höhere Inflation als in einem formellen Default.

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Gleichzeitig warnte Dalio vor einer möglichen "Schulden-Todesspirale", in der sich der Staat immer stärker verschulden müsse, um allein die steigenden Zinszahlungen bedienen zu können.

Auch JPMorgan-Chef Jamie Dimon äußerte sich besorgt. Bei einer Investmentkonferenz von Norges Bank Investment Management in Oslo am 28. April 2026 warnte er vor einer möglichen künftigen "Anleihekrise", falls die Politik das Schuldenproblem nicht entschlossen angehe.

Als stabilisierenden Faktor nennt "Fortune" die Rolle des US-Dollars als Weltreservewährung. Sie ermöglicht es den Vereinigten Staaten, sich vergleichsweise günstig zu finanzieren. Zudem können die USA ihre Schulden in der eigenen Währung begeben, während die US-Notenbank im Ernstfall am Anleihemarkt eingreifen könnte. Dadurch gilt das Risiko eines offenen Zahlungsausfalls unter vielen Ökonomen als geringer.

Markus Maier, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: FotoField / Shutterstock.com

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