Schwächster Anstieg der Erzeugerpreise seit Dezember 2020
Von Andreas Plecko
WIESBADEN (Dow Jones)--Der Preisdruck durch die deutschen Erzeugerpreise hat im Juni weiter nachgelassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte nur um 0,1 Prozent höher als im Juni des Vorjahres. Das ist der geringste Anstieg binnen Jahresfrist seit Dezember 2020. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eine Rate von 0,1 Prozent erwartet. Im Mai hatte die jährliche Steigerung noch 1,0 Prozent betragen.
Starken Preisanstiegen im Vorjahresvergleich bei Verbrauchs- und Gebrauchsgütern standen kräftige Preisrückgänge bei Vorleistungsgütern und Energie gegenüber.
Im Vergleich zum Vormonat sanken die deutschen Erzeugerpreise um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet.
Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 2,8 Prozent höher als im Vorjahr und sanken gegenüber Mai um 0,3 Prozent.
Bei dieser Statistik werden die Preise ab Fabrik erhoben, also bevor die Produkte und Rohstoffe in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation geben. In der Regel schlagen veränderte Erzeugerpreise früher oder später auf den Handel und damit auf die Verbraucher durch.
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July 20, 2023 02:07 ET (06:07 GMT)