Stabilisierungsversuch

NASDAQ-Titel CureVac-Aktie nach Rekordtief erneut tiefer: Evercore-Analyst sieht gute Grundlage für Berufung in BioNTech-Rechtsstreit


NASDAQ-Titel CureVac-Aktie nach Rekordtief erneut tiefer: Evercore-Analyst sieht gute Grundlage für Berufung in BioNTech-Rechtsstreit

Nach dem Rekordtief vom Vortag brechen CureVac-Aktien einen Stabilisierungsversuch ab.

Nachdem die CureVac-Aktie zwischenzeitlich bis auf 4,2997 US-Dollar gestiegen war, geht es im späten Verlauf wieder abwärts: Zuletzt betrug das Minus an der NASDAQ 3,41 Prozent auf 3,9600 US-Dollar.

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Der Grund für den Kurseinbruch am Vortag: Das Bundespatentgericht hatte ein grundlegendes Corona-Impfstoffpatent der Tübinger für nichtig erklärt, und damit einer Klage des Mainzer Konkurrenten BioNTech stattgegeben.

Aus Sicht des Analysten Umer Raffat von Evercore ISI ist dies zwar ein schwerer Schlag, gerade nach zunächst positiven Signalen des Gerichts. Es sei aber die erste von mehreren Entscheidungen, betonte er. Derzeit laufen laut CureVac-Angaben nämlich außerdem Verfahren zu sieben weiteren CureVac-Schutzrechten in Deutschland, die sowohl grundlegende als auch COVID-19-spezifische mRNA-Innovationen beträfen.

CureVac hatte bereits eine Berufung angekündigt, für die Raffat angesichts der anfänglichen Meinung der Richter eine recht gute Grundlage sieht. Zudem sei die Aussagekraft für die anderen Verfahren "bestenfalls moderat", für den Fall in den USA wahrscheinlich nur minimal, da US-Gerichte sich in der Regel wenig um Entscheidungen europäischer Gerichte kümmerten. Das größte Problem sieht Raffat zunächst im Unsicherheitsfaktor, da die anderen Entscheidungen im kommenden Jahr noch lange auf sich warten ließen.

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Am Vortag hatte bereits Analystin Eliana Merle von der schweizerischen Großbank UBS betont, dass es sich bei dem für nichtig erklärten Patent nur um ein Patent von vielen handele. Der langfristige Wert der mRNA-Plattform von CureVac werde beim gegenwärtigen Kursniveau nicht angemessen gewürdigt.

/ag/ajx/mis

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Matthias Hangst/Getty Images, Matthias Hangst/Getty Images

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