Stoltenberg dringt auf weitere Kampfpanzerzusagen für Ukraine


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg dringt auf weitere Zusagen für Kampfpanzerlieferungen an die Ukraine. "Ich habe die Alliierten dazu aufgerufen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um moderne Waffen zu liefern - auch gepanzerte Fahrzeuge und Kampfpanzer", sagte der Norweger am Freitag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Er antwortete damit auf die Frage, was er für eine Botschaft an Länder wie Schweden, Dänemark und Spanien habe, die bislang noch keine feste Zusage für Kampfpanzerlieferungen an die Ukraine gemacht haben.

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Zuvor hatte am Mittwoch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius eingeräumt, dass die Ukraine vorerst nicht die von Deutschland in Aussicht gestellte Menge an Kampfpanzern erhalten wird. Grund ist, dass bei einem Treffen der sogenannten Panzerkoalition keine neuen Zusagen für Panzer vom Typ Leopard 2A6 gemacht wurden. Demnach wollen nur Deutschland und Portugal dieses Modell liefern. "Da werden wir die Bataillonsstärke nicht erreichen", sagte Pistorius.

Die Bundesregierung hatte am 25. Januar das Ziel ausgegeben, "rasch zwei Panzer-Bataillone mit Leopard-2-Panzern für die Ukraine zusammenzustellen". Diese sind in der Ukraine üblicherweise mit jeweils 31 Panzern ausgestattet. Nach Angaben von Pistorius sind von Polen koordiniert mittlerweile knapp 30 Leopard 2A4 für ein Bataillon zusammengekommen. Auf der anderen Seite stehen allerdings nur die 14 von Deutschland versprochenen Leopard 2A6 und 3 dieser Panzer aus Portugal.

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