Trendwende voraus?

Siemens Energy-Aktie verbucht Gewinne: Was hinter der Erholung steckt


Siemens Energy-Aktie verbucht Gewinne: Was hinter der Erholung steckt

Die Siemens Energy-Aktie legt nach dem jüngsten Rücksetzer wieder zu. Rückenwind kommt vor allem vom freundlichen Marktumfeld, während Anleger gespannt auf die Quartalszahlen warten.

  • Siemens Energy-Aktie legt deutlich zu
  • Positives Marktumfeld liefert Rückenwind
  • Vor den Quartalszahlen am 5. August schweigt der Konzern
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Die Siemens Energy-Aktie zieht am Freitag im XETRA-Handel kräftig an und steigt zeitweise um 1,44 Prozent auf 148,26 Euro. Dabei geriet der DAX-Titel zuletzt deutlich unter Druck und verlor innerhalb eines Monats fast 7 Prozent an Wert. Auf Wochensicht steht ein Minus von 1,9 Prozent zu Buche. Kommt nun die Trendwende?

Breiter Rückenwind statt Unternehmensnews

An der DAX-Spitze steht am heutigen Freitag die Chipbranche: Infineon springt am kräftigsten an, getragen von neuer Zuversicht rund um Chipwerte in den USA und Asien. Siemens Energy zieht in diesem Umfeld mit, gemeinsam mit dem Energieversorger RWE, der ebenfalls zu den Tagesgewinnern zählt.

Eine eigene Nachrichtenlage liefert Siemens Energy derzeit nicht: Der Konzern befindet sich in der Schweigephase vor den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal am 5. August und äußert sich bis dahin nicht öffentlich zum Geschäftsverlauf.

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Erholung nach Gewinnmitnahmen

Der aktuelle Anstieg lässt sich auch als Gegenbewegung lesen. Ende Juli war die Aktie unter Druck geraten, nachdem durchwachsene Quartalszahlen des US-Konkurrenten GE Vernova am 22. Juli Gewinnmitnahmen in der Branche ausgelöst hatten. Der Titel rutschte in der Folge zeitweise auf ein Sechsmonatstief. Viele Anleger dürften den Kursrückgang nun als attraktive Einstiegschance betrachten.

Was für die Siemens Energy-Aktie jetzt zählt

Ob aus der Erholung eine nachhaltige Trendwende wird, dürfte sich erst an den Quartalszahlen zeigen. Im Fokus steht vor allem der Auftragseingang im Gasturbinen- und im Netzgeschäft, während die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa weiter als größte operative Baustelle gilt.

Ein Risiko bleibt die mittelfristige Normalisierung der Gasturbinen-Nachfrage, die nach dem aktuellen Boomjahr ab 2027 erwartet wird. Zudem bleibt die Bewertung anspruchsvoll, sodass ein enttäuschender Ausblick am 5. August die jüngste Erholung schnell wieder infrage stellen könnte.

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Bettina Schneider, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Siemens Energy AG, Siemens Energy AG

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