VDA schlägt Alarm wegen Abwanderungen
BERLIN (Dow Jones)--Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnt vor Abwanderungen der Branche. "Immer mehr Unternehmen planen eine Investitionsverlagerung ins Ausland", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller der Neuen Osnabrücker Zeitung. "In Berlin und Brüssel hat man noch keine Antwort auf den zunehmenden internationalen Standortwettbewerb gefunden, verliert sich stattdessen immer weiter in einem Regulierungs-Dschungel", beklagte sie. Es fehle ein strategisches Gesamtkonzept, und "die konkreten Schritte der Transformation werden dramatisch unterschätzt", zeigte sich Müller alarmiert. Nur mit den richtigen Rahmenbedingungen könne Deutschland wettbewerbsfähig bleiben.
"Standortpolitik muss ganz oben auf der politischen Agenda stehen", forderte die VDA-Präsidentin. Konkret plädierte Müller für Rohstoffabkommen und internationale Energiepartnerschaften. "Wir werden uns nicht komplett selbst versorgen können", mahnte sie. Müller betonte, die deutsche Automobilindustrie "setzt ganz klar auf die Elektromobilität". In den nächsten vier Jahren werde die Branche rund 250 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren, insbesondere in die E-Mobilität. Weitere 130 Milliarden Euro seien für den Umbau von Werken vorgesehen. Die Zahlen bewiesen laut Müller die "Entschlossenheit" der Branche, "diesen Wandel erfolgreich zu gestalten". E-Fuels nannte die VDA-Präsidentin hingegen eine "Idee für die Zukunft".
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July 04, 2023 03:35 ET (07:35 GMT)