VDMA pocht auf schnelle Lösung im Subventionsstreit um Flugzeugbauer
BERLIN (Dow Jones)--Die deutschen Maschinenbauer drängen die Europäische Union und die USA auf eine schnelle Lösung in ihrem Streit um Subventionen für Flugzeugbauer. Denn auch wenn der Schritt der EU den Regeln der Welthandelsorganisation entspricht und es damit nachvollziehbar ist, ab dem heutigen Dienstag Strafzölle wegen Boeing-Subventionen zu verhängen, wäre eine Verhandlungslösung wünschenswert gewesen, erklärte Ulrich Ackermann, Abteilungsleiter Außenwirtschaft im VDMA.
"Denn der transatlantische Streit um Airbus- und Boeing-Subventionen belastet auch Unternehmen aus dem Maschinenbau, die mit den ursprünglichen Subventionen an die beiden Flugzeugbauer nichts zu tun haben", so Ackermann. Europäische Hersteller spezieller Bagger und Werkzeuge sowie Induktionsöfen seien von den Airbus-Strafzöllen der USA betroffen, die bereits vor einem Jahr verhängt wurden. Die seit Dienstag geltenden EU-Strafzölle wegen Boeing-Subventionen träfen ebenfalls spezielle Bagger und Traktoren, von amerikanischen Herstellern.
"Deshalb fordern wir noch einmal die EU sowie die amerikanische Regierung zu einem konstruktiven Dialog auf. Spätestens die neue US-Regierung unter Präsident Biden ist hier gefordert", so Ackermann. "Es gilt nun, möglichst rasch eine Verhandlungslösung zu finden, die den Streit um Subventionen für die beiden Flugzeugbauer endgültig beendet und damit auch die Strafzölle auf Maschinenbauprodukte im bilateralen Handel abschafft."
Im lange andauernden Streit um staatliche Subventionen des europäischen Unternehmens Airbus und des US-Flugzeugbauers Boeing hat die USA im Oktober 2019 Zölle im Wert von 7,5 Milliarden Dollar gegen Airbus-Flugzeuge und andere europäische Produkte verhängt.
Seit Dienstag erhebt die EU Zölle im Wert von 3,4 Milliarden Euro auf Flugzeuge von Boeing und auf andere amerikanische Güter.
Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com
DJG/aat/jhe
(END) Dow Jones Newswires
November 10, 2020 07:39 ET (12:39 GMT)
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