Verteidigungsboom

Aktien von Rheinmetall, HENSOLDT und RENK ziehen weiter an: Rüstungswerte nach Nato-Beschluss gefragt


Aktien von Rheinmetall, HENSOLDT und RENK ziehen weiter an: Rüstungswerte nach Nato-Beschluss gefragt

Rüstungswerte wie RENK, HENSOLDT und Rheinmetall legen auch am Donnerstag nach dem Nato-Gipfel weiter kräftig zu.

• Rüstungsaktien im Aufwind: Rheinmetall, HENSOLDT und RENK legen nach Nato-Gipfel zu
• Nato-Staaten wollen ab 2035 mindestens fünf Prozent des BIP investieren
• Anleger setzen auf Verteidigungsboom

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Nato-Beschluss treibt Rüstungsaktien

Die Aktien europäischer Rüstungskonzerne sind weiter auf dem Vormarsch. Nach dem jüngsten Nato-Gipfel, auf dem sich die 32 Mitgliedsländer darauf einigten, spätestens ab 2035 jährlich mindestens fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung und Sicherheit bereitzustellen, legten auch am Donnerstag wieder einige Titel deutlich zu.

So zogen im DAX etwa Rheinmetall-Aktien im XETRA-Handel letztlich um 7,28 Prozent an auf 1.864,50 Euro, RENK-Titel gewannen 3,87 Prozent auf 68,52 Euro, während sich HENSOLDT-Papiere um 5,19 Prozent verteuerten auf 99,40 Euro. Letztere gehörten damit zu den klaren Gewinnern im MDAX. Die Ankündigung langfristig steigender Verteidigungsetats sorgt für Rückenwind in einem ohnehin wachstumsstarken Sektor.

Marktbeobachter werten den Gipfelbeschluss als Signal für eine strukturelle Aufrüstung in Europa. Insbesondere angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen rechnen Analysten mit weiter wachsenden Budgets für Verteidigungstechnologie und modernisierte Waffensysteme.

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Die Rüstungsbranche lege seit dem Jahr 2022 im Sommer stets eine Pause ein, schrieb die Investmentbank JPMorgan. Sollte das auch in diesem Sommer wieder der Fall sein und die Kurse zurückfallen, so rät die Bank längerfristig investierenden Anlegern, diese Rücksetzer zum Einstieg zu nutzen. Denn die Aussichten seien über Jahre hinweg günstig.

Rheinmetall waren zuletzt vom Rekordhoch bei 1.944 Euro um gut 13 Prozent zurückgefallen, HENSOLDT um knapp 18 Prozent und RENK um fast 26 Prozent. Alle drei Papiere hatten Anfang Juni ihre bisherigen Höchstmarken erreicht.

Im Fokus bleiben auch die Aktien des Flugzeugbauers- und Rüstungskonzerns Airbus sowie die des italienischen Rüstungskonzerns Leonardo.

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Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

Bildquellen: Postmodern Studio / Shutterstock.com, RENK Group AG

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