Zahl der Baugenehmigungen fällt im April um 31,9 Prozent


WIESBADEN (Dow Jones)--Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland ist im April stark gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, wurde der Bau von 21.200 Wohnungen genehmigt. Das waren 31,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Dies war erneut der stärkste Rückgang gegenüber einem Vorjahresmonat seit März 2007, nachdem die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im März bereits um 29,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken war.

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Die Zahl neu genehmigter Wohnungen war damit seit Mai 2022 geringer als im jeweiligen Vorjahresmonat, seit Januar 2023 betrug der Rückgang jeweils mehr als 20 Prozent. Von Januar bis April wurden insgesamt 89.900 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, das waren 27,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Destatis erklärte zu den Gründen: "Zum Rückgang der Bauvorhaben dürften weiterhin vor allem hohe Kosten für Baumaterialien und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen beigetragen haben." In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis April 2023 insgesamt 74.900 Wohnungen genehmigt. Das waren 30,3 Prozent oder 32.600 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um gut ein Drittel (minus 33,5 Prozent) auf 18.300 zurück.

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Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen sogar um mehr als die Hälfte (minus 52,1 Prozent) auf 5.300. Auch bei der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, den Mehrfamilienhäusern, verringerte sich die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich, und zwar um mehr als ein Viertel (minus 27,1 Prozent) auf 48.200.