Zalando "anachronistisch"?

Zalando-Aktie rutscht nach Kurserholung wieder deutlich ab: Bernstein-Analyse nährt Zweifel über Zalandos Zukunft


Zalando-Aktie rutscht nach Kurserholung wieder deutlich ab: Bernstein-Analyse nährt Zweifel über Zalandos Zukunft

Nach fast dreiwöchiger Erholung vom Jahrestief sind die Aktien von Zalando am Mittwoch wieder massiv unter Druck geraten.

Die Papiere des Onlinehändlers Zalando sackten im Tagesverlauf zeitweise um 8,5 Prozent ab, nachdem sie am Morgen mit 28,11 Euro noch ein Hoch seit Ende Mai erreicht hatten. Beim Handelsende kosteten sie 26,29 Euro und damit 5,43 Prozent weniger als beim Sitzungsende vom Dienstag.

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Börsianer machen dafür Diskussionen über die Langfristziele verantwortlich - ausgelöst durch eine Studie der Investmentbank Bernstein. Analyst William Woods bezeichnet Zalando darin als "anachronistisch". "Die Aggregatoren im Modehandel sind auch nur moderne Kaufhäuser, und Kaufhäuser sind tot", so Woods. Das Bündeln (lateinisch aggregare) des Geschäfts kleinerer Händler auf einer großen Plattform wird am Markt eigentlich als Chance gesehen.

Woods sieht aber die eigentliche Bindung der Verbraucher zur Marke selbst, nicht zu den Verkaufsplattformen. Und die großen Marken hätten im Onlinehandel aufgeholt - zum Nachteil der Preise auf den Plattformen.

Zusammenfassend glaubt Woods nicht, dass Zalando die selbst gesteckten langfristigen Ziele erreichen wird. Für die kommenden fünf Jahre bleibt er deutlich unter den Markterwartungen. Bei den Ergebnissen für 2023 und 2024 ist er bis zu 20 Prozent zurückhaltender. Die Bewertung der Aktien findet Woods zudem sehr hoch.

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Bernstein Research belässt Zalando auf "Underperform"

Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Zalando auf "Underperform" mit einem Kursziel von 21 Euro belassen. Den breiten Markt zusammenführende Modehändler seien wie moderne Warenhäuser, die aber am Aussterben seien, schrieb Analyst William Woods in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Kunden bauten eher Beziehungen zu Marken auf als zu Plattformen wie Zalando. Bei dem reinen Online-Player komme neue Konkurrenz etwa durch den chinesischen Shein-Konzern als weitere Herausforderung hinzu. Als Ergebnis stellt der Experte infrage, ob der Modehändler seine langfristigen Ziele erreichen kann.

FRANKFURT (dpa-AFX) /

NEW YORK (dpa-AFX Broker)

Bildquellen: DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images, Hannelore Foerster/Getty Images

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