FUCHS-Aktie im Aufwind: Konzern hebt Prognose für operativen Gewinn an
FUCHS wird nach einem guten zweiten Quartal zuversichtlicher.
Der im MDAX notierte Schmierstoffhersteller hat den Ausblick für den operativen Gewinn im Gesamtjahr angehoben. Im zweiten Quartal schnitt FUCHS besser ab als erwartet.
FUCHS rechnet für 2026 nun mit einem EBIT von 460 bis 480 Millionen Euro nach 435 Millionen im Vorjahr. Bislang war der Konzern von 450 Millionen Euro ausgegangen. Der Umsatz wird weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert von 3,7 Milliarden Euro gesehen.
Im ersten Halbjahr stieg das EBIT nach vorläufigen Zahlen auf 260 von 209 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auf 2 Milliarden Euro von 1,8 Milliarden im Vorjahr. Im zweiten Quartal betrug das EBIT 135 Millionen Euro gegenüber 101 Millionen Euro in dem durch die Zolldiskussionen belasteten Vorjahresquartal. Analysten hatten im Vara-Konsens zuletzt 108 Millionen Euro erwartet.
FUCHS verwies auf eine starke Absatzentwicklung, die getrieben wurde durch Vorzieheffekte infolge des Konflikts im Nahen Osten, durch eingeschränkte Lieferfähigkeit einzelner Marktbegleiter sowie durch organisches Wachstum.
Das EBIT des ersten Halbjahres lasse sich aber nicht fortschreiben. Es werde zwar inflationsbedingt mit einer Fortsetzung des Umsatzwachstums gegenüber dem Vorjahr gerechnet, gleichzeitig geht FUCHS aber davon aus, dass sich die Vorzieheffekte des zweiten Quartals absatzmindernd auswirken und die Rohstoffpreissteigerungen sich auf die Margen auswirken werden.
So reagiert die FUCHS-Aktie
Ein erhöhter Ausblick hat am Donnerstag die Anleger des Schmierstoffherstellers FUCHS erfreut. Die Titel legten in der Spitze mehr als drei Prozent zu und peilten mit bis zu 40,68 Euro ihr bisheriges Jahreshoch von 41,40 Euro an, das Ende April im Zuge starker Reaktionen auf die Resultate das erstes Quartals erreicht worden war. Am späten Donnerstagvormittag war das Plus dann 0,6 Prozent mittelgroß.
Chemie-Werte im Aufwind
Deshalb nährten die Nachrichten auch wieder im breiten Chemiesektor die Hoffnung von Anlegern, dass der Iran-Krieg wegen Lieferengpässen eine Sonderkonjunktur für europäischer Hersteller mit sich bringt, die auch in dieser Region profitieren. Denn der hohe Ölpreis und Versorgungsengpässe durch den Iran-Krieg belasten die Konkurrenz aus Asien stärker.
Werte wie BASF, LANXESS, Evonik und WACKER CHEMIE legten am Donnerstag im Größenbereich von 1,4 bis 2,7 Prozent zu.
Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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Bildquellen: FUCHS PETROLUB, FUCHS PETROLUB AG