EZB: Länderanteile bei PEPP-Staatsanleihebeständen kaum verändert


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Käufe von Staatsanleihen hoch verschuldeter Euro-Länder unter dem PEPP-Programm im Juni und Juli kaum verändert. Wie aus von der EZB veröffentlichten Zahlen hervorgeht, lag der Anteil italienischer Staatsanleihen an den insgesamt erworbenen Staatsanleihen Ende Juli bei 19,5 Prozent. Ende Mai hatte er 19,4 Prozent betragen, Ende März 19,1 Prozent und Ende Januar 19,0 Prozent.

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Griechenlands Anteil stagnierte bei 2,5 Prozent, während Portugals Anteil auf 2,3 (2,2) Prozent stieg. Deutschlands Anteil erhöhte sich auf 26,4 (26,2) Prozent, Frankreichs Anteil stieg auf 19,7 (19,5) Prozent, Spaniens Anteil sank auf 12,7 (12,9) Prozent und jener der Niederlande auf 5,3 (5,4) Prozent. Es sind nicht genügend Staatsanleihen von allen Euro-Ländern vorhanden, was durch höhere Käufe in den großen Mitgliedstaaten ausgeglichen wurde.

Die Anteile Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens am eingezahlten EZB-Kapital, an denen sich die Staatsanleihekäufe orientieren, betragen 26,1 Prozent, 20,2 Prozent, 16,9 Prozent und 11,8 Prozent.

Zudem kauften die Zentralbanken Anleihen supranationaler Organisation in schwankenden Mengen. Ihr Anteil am Bestand öffentlicher Anleihen lag bei 9,4 (9,0) Prozent.

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Insgesamt sank der Bestand an PEPP-Anleihen per Ende Juli um 0,276 (-0,490) Milliarden Euro, darunter der an öffentlichen Anleihen um 0,327 (-0,443) Milliarden. Der Bestand an Unternehmensanleihen stieg um 0,050 (-0,047) Milliarden. Prinzipiell will die EZB die PEPP-Bestände bis mindestens Ende 2024 unverändert lassen, was aber aufgrund von Inkongruenzen bei Fälligkeiten und Käufen nicht immer gelingt.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/sha

(END) Dow Jones Newswires

August 08, 2023 09:32 ET (13:32 GMT)