Devisen: Euro legt zum Dollar nach schwachem US-Arbeitsmarktbericht zu


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag nach einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht zugelegt. Die Gemeinschaftswährung stieg auf 1,1445 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch unter 1,14 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1399 (Mittwoch: 1,1383) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8772 (0,8785) Euro.

Der schwache US-Arbeitsmarktbericht dämpfte die Erwartungen auf Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed im weiteren Jahresverlauf und belastet so den Dollar. In den USA ist die Beschäftigungsentwicklung im Juni deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zudem wurden in den beiden Vormonaten weniger Stellen geschaffen als erwartet.

"Die unter den Erwartungen liegenden Jobzahlen dürften die zwischenzeitlich immer wieder aufgeflammten Diskussionen um eine kurzfristige Zinserhöhung der Fed erst einmal beenden", kommentierte Bernd Weidensteiner, Volkswirt bei der Commerzbank. "Dazu kommt, dass auch die Inflation wieder nachlassen dürfte." Zuletzt hatte die Erwartung auf Leitzinserhöhungen in den USA im weiteren Jahresverlauf den Dollar noch gestützt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85665 (0,85973) britische Pfund, 184,19 (185,21) japanische Yen und 0,9200 (0,9234) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.129 Dollar. Das waren rund 98 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he

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