Krypto-Investitionen

Geheimes Krypto-Portfolio: Königreich Bhutan setzt auf Bitcoin


Geheimes Krypto-Portfolio: Königreich Bhutan setzt auf Bitcoin

Das "glücklichste Land der Welt" investiert mit seinem Staatsfonds offenbar in Kryptowährungen - und das in Millionenhöhe.

• Insolvenzverfahren von BlockFi und Celsius deckt geheimes Krypto-Engagement von Bhutan auf
• Erster Staatsfonds, der in Kryptowährungen investiert
• Kurzfristige Finanzierungslücke von 820.000 US-Dollar

Bhutan ist vor allem für seinen Bruttonationalglücksindex und seine isolierte Lage bekannt. In dem landwirtschaftlich geprägten Land hätten wohl die wenigsten eine Affinität zu digitalen Vermögenswerten erwartet. Und doch könnte genau dieses Land das erste sein, dass mit seinem Staatsfonds in Kryptowährungen investiert ist.

Bitcoin und Co.: Erster Staatsfonds in Krypto investiert

Bhutans Staatsfonds, Druk Holding & Investments, benannt nach dem mythischen Donnerdrachen, dem Wahrzeichen des Königreichs, investiert laut einem Medienbericht seit geraumer Zeit in Bitcoin, Ethereum und Co. Damit wäre der bhutanische Staatsfonds der erste, der ohne Umwege in digitale Assets investiert. Denn wie Block Builders berichtet, zeigt sich sonst lediglich der norwegische Staatsfonds offen gegenüber Kryptowährungen. Norwegen ist mit seinem Engagement in MicroStrategy allerdings nur indirekt im Krypto-Universum engagiert, da das Unternehmen von Bitcoin-Enthusiast Michael Saylor seine Rücklagen fast vollständig in Bitcoin angelegt hat.

Öffentlich wurde Bhutans Engagement in Kryptowährungen erst durch die Gerichtsunterlagen im Insolvenzverfahren von BlockFi und Celsius, die Forbes eingesehen hat. Laut den vorliegenden Daten hat der bhutanische Staatsfonds vor mindestens einem Jahr mit dem Aufbau eines geheimen Krypto-Portfolios begonnen und als Kunde des insolventen Krypto-Lenders BlockFi agiert. In den Unterlagen finden sich laut Forbes auch Transaktionen bei Celsius über einen Zeitraum von drei Monaten, die der Druk Holding zugeordnet werden können. In dieser Zeit hat die Druk Holding mehr als 65 Millionen US-Dollar abgehoben und rund 18 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen einbezahlt.

Krypto-Kredit bei BlockFi

Den Unterlagen ist auch zu entnehmen, dass BlockFi im November in der bhutanischen Hauptstadt Thimphu, kurz nach dem Insolvenzantrag von FTX, eine Anzeige über eine nicht fristgerechte Rückzahlung bei Druk eingereicht hat. BlockFi behauptete, dass Druk mit der Rückzahlung eines 30-Millionen-Dollar-Kredites in Verzug sei. Der bhutanische Staatsfonds hatte sich im Februar 2022 USDC geliehen und wohl nicht rechtzeitig zurückbezahlt, sodass die 1.888 Bitcoin, mit denen der Kredit besichert war, liquidiert wurden. Daraufhin soll es zum Streit um eine Finanzierungslücke von 820.000 US-Dollar gekommen sein, der aber mittlerweile beigelegt ist. Eine offizielle Stellungnahme zum vermeintlichen Streit um Kreditrückzahlung und Finanzierungslücke gibt es nicht. In einer E-Mail an Forbes schrieb Druk-CEO Ujjwal Deep Dahal: "Wir geben keinen Kommentar ab, da die Angelegenheit mit BlockFi geklärt ist. Aus Gründen der Vertraulichkeit können wir uns nicht dazu äußern".

Bhutans Staatsoberhaupt: Königlicher Krypto-Fan

Bereits seit längerem ist bekannt, dass der bhutanische König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck sich im Bereich der digitalen Vermögenswerte auch persönlich engagiert. So wurde unter seiner Schirmherrschaft 2022 ein landesweiter NFT-Wettbewerb durchgeführt. Des Weiteren arbeitet Bhutan zusammen mit Ripple seit 2021 an einer staatlich garantierten Kryptowährung, und auch beim Emissionshandel setzt das Land laut Block Builders auf Blockchain-Lösungen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Tatohra / Shutterstock.com, Wit Olszewski / Shutterstock.com

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