Bitcoin startet in den schwierigsten Monat des Jahres: Coldcard-Hack und ETF-Abflüsse belasten den August
Ein Hack von Coldcard-Wallets verunsicherte am Wochenende den Markt, 265 Millionen Dollar verließen Bitcoin-ETFs an einem einzigen Tag und löschten den gesamten Juli-Gewinn aus - Bitcoin startet bei rund 63.000 Dollar in den August, der statistisch sein schlechtester Monat ist.
Das Wichtigste in Kürze:
- Ein Hack von Coldcard-Wallets löste am 2. August 2026 Verunsicherung aus - On-Chain-Daten zeigen, dass Anleger daraufhin Bitcoin von Börsen abzogen, während der Kurs unter 63.000 US-Dollar rutschte.
- Am 31. Juli flossen an einem einzigen Handelstag 265,4 Millionen US-Dollar aus US-Spot-Bitcoin-ETFs ab - der größte Tagesabfluss seit dem 13. Juli - und löschten den gesamten Bitcoin-Kursgewinn des Juli.
- Bitcoin trifft nun auf den August, seinen historisch schwierigsten Monat, mit einer kritischen Unterstützungszone bei 63.150 US-Dollar - darunter könnten gehebelte Positionen den Kurs schnell in Richtung 62.000 US-Dollar drücken.
Der Kryptomarkt startet in die erste Augustwoche 2026 mit einer ungewöhnlichen Kombination aus technischem Druck, institutionellem Rückzug und einem Sicherheitsereignis. Bitcoin notierte am 3. August 2026 bei rund 63.090 US-Dollar (laut CoinGabbar/CoinMarketCap, 3. August 2026) und damit rund 50 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.080 US-Dollar vom 6. Oktober 2025. Die 24-Stunden-Kursspanne lag zwischen 62.299 und 63.528 US-Dollar, die Marktkapitalisierung bei rund 1,265 Billionen US-Dollar. Der Gesamtmarkt gewann in den vergangenen 24 Stunden rund 1,2 Prozent auf 2,25 Billionen US-Dollar, bei einer Bitcoin-Dominanz von 56,3 Prozent.
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Coldcard-Hack verunsichert den Markt
Das meistdiskutierte Ereignis des Wochenendes war ein Hack von Coldcard-Hardware-Wallets, der am 2. August 2026 bekannt wurde und den Markt verunsicherte (laut BTC-ECHO, 2. August 2026). On-Chain-Daten belegen, dass Anleger daraufhin ihre Bitcoin von Börsen abzogen - ein Verhalten, das typischerweise auf gestiegene Selbst-Verwahrungs-Präferenz hindeutet und die Börsenbestände weiter in Richtung ihres bereits erreichten 7-Jahres-Tiefs drückt. Die Sicherheitsbedenken treffen einen Markt, der nach dem FOMC-Beschluss vom 29. Juli und dem darauf folgenden Optionsverfall bereits in einer technisch sensiblen Zone handelt. Strategy veröffentlichte seinen Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026 mit hohen Buchverlusten und einer verstärkten Fiat-Reserve - ein weiteres Signal, das institutionelle Anleger aufmerksam verfolgen.
265 Millionen Dollar ETF-Abfluss löschte den Juli-Gewinn
Am 31. Juli verloren die amerikanischen Bitcoin-ETFs an einem einzigen Handelstag 265,4 Millionen US-Dollar - den größten Tagesabfluss seit dem 13. Juli. Auslöser waren der Verfall der Juli-Optionen und die Neugewichtung großer Fonds, die Bitcoin innerhalb von 45 Minuten nach der New Yorker Börseneröffnung um 1.500 US-Dollar nach unten drückten. Der gesamte Juli endete dennoch mit einem Nettozufluss von 172,4 Millionen US-Dollar - der erste positive Monat seit April. Das zeigt die Zwitterposition des Marktes: Institutionelles Geld ist vorhanden, dreht aber innerhalb von Stunden. Wale sammelten im Juli rund 270.000 BTC ein, während die Börsenbestände auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren sanken (laut wallstreetONLINE, 3. August 2026) - ein On-Chain-Signal, das in früheren Zyklen oft Bodenbildungen vorausging.
Bitcoin im August: Historisch schwieriges Terrain
Bitcoin beendet den Juli zum dritten Mal in Folge im Plus - und trifft nun auf den Monat, der ihm statistisch am stärksten schadet. Das Handelsvolumen ist laut Glassnode auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren gefallen, US-Staatsanleihen bieten institutionellen Investoren mit Renditen von über 4 Prozent eine attraktive risikofreie Alternative, und ein erkennbarer Trendwendepunkt ist nicht in Sicht. Die kritische Unterstützungszone liegt bei 63.150 US-Dollar - darunter wartet eine Zone gehebelter Positionen, die den Kurs bei einer Auflösung schnell in Richtung 62.000 US-Dollar drücken kann. Nächster externer Katalysator sind die US-Inflationsdaten für Juli, die am 12. August veröffentlicht werden, gefolgt vom FOMC-Meeting am 15. und 16. September 2026.
Ethereum und Solana: Konsolidierung mit institutionellem Rückhalt
Ethereum notierte zuletzt bei rund 1.878 US-Dollar (laut The Block, 2. August 2026), mit einer entscheidenden Zone zwischen 1.850 und 1.930 US-Dollar - ein Ausbruch darüber öffnet den Weg in Richtung 2.000 US-Dollar, ein Bruch würde weitere Verluste einleiten. ETF-Zuflüsse und institutionelles Interesse stützen die Unterstützung. Solana notierte bei rund 73,49 US-Dollar (laut The Block, 2. August 2026) und verzeichnete nach wallstreetONLINE-Daten an jedem bisherigen Handelstag im August Spot-ETF-Zuflüsse - auch wenn der Kurs noch rund 74 Prozent unter dem Allzeithoch liegt.
Dominik Teichgräber, Redaktion TraderFox (finanzen.net).
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