Automatische Kennzeichnung

Konsequentere Umsetzung der Altersbeschränkungen: YouTube treibt Einsatz neuer Technologien voran


Konsequentere Umsetzung der Altersbeschränkungen: YouTube treibt Einsatz neuer Technologien voran

Seit geraumer Zeit setzt YouTube auf Machine Learning, damit unangemessene Inhalte wie beispielsweise extremistische oder hetzerische und hassverbreitende Videos frühzeitig erkannt und vom Netz genommen werden können. Nun will die Videoplattform den Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiter ausbauen.

Das geht aus einem offiziellen Beitrag des YouTube-Teams auf deren Blog hervor. Mit dem Einsatz der Technologie sollen die Altersbeschränkungen konsequenter umgesetzt werden.

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Viele Fehler in Anfangsphase erwartet

Bereits seit 2017 setzt YouTube auf Machine Learning und Algorithmen, um Inhalte aufzuspüren, die gegen die Richtlinien verstoßen. Nun möchte die Videoplattform den Einsatz etwaiger Künstlicher Intelligenz ausbauen, wodurch Videos, die von der KI als nicht altersgemäß eingestuft werden, einer automatischen Kennzeichnung unterliegen. Infolgedessen erwartet YouTube zukünftig eine weitaus höhere Anzahl an Videos mit altersbedingten Einschränkungen auf ihrer Plattform.

Ebenso bereitet sich YouTube darauf vor, dass insbesondere in der frühen Einführungsphase der Kennzeichnung einige Fehler unterlaufen werden und viele Videos fälschlicherweise einer solchen Einstufung unterliegen. Extra hierfür hat das Unternehmen eine Abteilung ins Leben gerufen, die sich den falsch eingestuften Videos annimmt. Wird ein gekennzeichnetes Video auf anderen Internetseiten eingebettet, wird man bei dessen Abspielen automatisch auf YouTube weitergeleitet, um sich anzumelden und das Alter zu bestätigen. Damit stellt YouTube sicher, dass, unabhängig davon wo das Video entdeckt wird, es nur dem altersentsprechenden Publikum zur Verfügung steht.

YouTube-Branche in Sorge

Dass "YouTuber", also Menschen, die Inhalte auf der Videoplattform hochladen und mit den Einnahmen aus den Videos ihren Lebensunterhalt finanzieren, sich zu einem völlig eigenständigen Berufsbild entwickelt haben, ist längst kein Geheimnis mehr. Beispielsweise können sogenannte "Creator" durch das Partnerprogramm von YouTube ihre Videos monetarisieren und somit Geld verdienen.

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Diese sehen sich nun der Ungewissheit ausgesetzt, inwieweit die Maßnahmen Auswirkungen auf ihre Einnahmen nehmen. Diesbezüglich gibt YouTube jedoch Entwarnung: das Unternehmen gehe nicht davon aus, dass die automatischen Altersbeschränkungen großen Einfluss darauf nehmen. Dem YouTube-Team zufolge würde der Großteil der Videos, die eine derartige Kennzeichnung erfahren, bereits gegen die Werberichtlinien des Unternehmens verstoßen. Derartige Videos hätten laut YouTube ohnehin bereits nur begrenzte oder gar keine Werbeanzeigen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: bloomua / Shutterstock.com

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