Betrugsmasche

Mysteriöse Geisterbestellungen: Was hat es mit den unbestellten Amazon-Paketen auf sich?


Mysteriöse Geisterbestellungen: Was hat es mit den unbestellten Amazon-Paketen auf sich?

Sowohl Kunden als auch Händler ärgern sich über mysteriöse Geisterbestellungen bei Amazon. Pakete, die gar nicht bestellt wurden, werden an scheinbar zufällige Adressen geliefert. Doch was hat es damit auf sich?

Zahlreiche Menschen erhalten Geisterbestellungen

Laut eigenem Bericht des Amazon-Watchblogs meldeten sich mehrere Amazon-Händlerpartner bei dem Portal. Grund dafür ist, dass es immer wieder zu Problemen mit Bestellungen auf Rechnung kommen soll. Demnach gehen Bestellungen bei Händlern ein, welche jedoch vom Kunden niemals getätigt wurden. Dass ein Kunde ein Amazon-Paket erhält, welches er nicht bestellt hat, klingt zunächst einmal nach einem einfachen Fehler. Jedoch zeigte sich, dass die Kunden zum einen die Bestellungen nicht in ihrem Benutzerkonto vorfinden konnten - zum anderen, dass auch solche Personen Pakete erhalten haben, die gar kein Amazon-Benutzerkonto besitzen. Ist so ein Paket eingegangen, blieb den Kunden nichts anderes übrig, als sich an das Amazon-Händlermitglied oder Amazon direkt zu wenden. Bei der Rapidpack GmbH sollen sich an manchen Tagen, laut dem Bericht, bis zu 20 Kunden wegen eines fälschlich zugestellten Paktes gemeldet haben. Welchen Mehrwert der Drahtzieher aus diesen Aktionen zieht und woher die benutzten Daten stammen ist bisher unbekannt.

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Die Vorfälle erinnern an Brushing

Ein wenig erinnern diese Vorfälle an die Betrugsmasche Brushing, wie Amazon-Watchblog weiter berichtet. Dabei versenden betrügerische Händler meist günstig erworbene Waren an zufällige Adressen. Ist das Paket angenommen worden, haben die Händler die Möglichkeit, eine positive Bewertung für den Kauf zu hinterlassen. "So 'polieren' sie praktisch das Bewertungsprofil des Shops auf - daher die englische Bezeichnung 'Brushing', zu Deutsch etwa 'kehren' oder 'abbürsten'", erklärt Amazon-Watchblog. Ein größerer Schaden für den Empfänger entsteht dabei jedoch nicht, da Amazon auf einer speziellen Hilfeseite angibt, dass die Ware nicht zurückgegeben werden muss.

Was man tun sollte, wenn man nichtbestellte Ware erhält

Auf der Amazon-Website kann man dem Kundenservice ungewollte Pakete melden - und das sollte man auch tun. Jedoch sollte vorab geklärt werden, ob es sich dabei vielleicht um ein Geschenk von Familie oder Freunden handeln könnte. Ist man sich schließlich sicher, dass das Paket nicht bestellt worden ist, sollte man sich an den Kundenservice wenden und das Paket melden. Amazon untersucht solche Berichte, um weitere Maßnahmen gegen Betrüger in die Wege leiten zu können. Da nicht sicher ist, woher die genutzten Daten stammen und ob diese weiter missbraucht werden, empfiehlt ChannelPartner außerdem auch die Polizei zu informieren.

E. Schmal / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Hadrian / Shutterstock.com

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