Content-Ersteller aufgepasst

YouTube-Manager plaudert aus: So funktioniert der YouTube Algorithmus


YouTube-Manager plaudert aus: So funktioniert der YouTube Algorithmus

Auf dem YouTube-Kanal Creator Insider wurde der YouTube-Algorithmus näher unter die Lupe genommen, um verbreitete Mythen zu entkräften. In dem Video spricht Renee Richie von Creator Insider mit Todd Beaupré, Leiter des YouTube Growth- and Discovery-Teams.

Algorithmus bewertet jedes Video einzeln

In Bezug auf die Frage, ob Videos zu Themen außerhalb des Kernbereichs eines Kanals die Wahrnehmung durch den Algorithmus beeinflussen könnten, erklärte Todd Beaupré, Leiter des YouTube Growth- and Discovery-Teams, dass der Algorithmus primär darauf ausgerichtet sei, den Nutzern passende Videos anzubieten, statt gezielt Zuschauer für bestimmte Videos zu suchen. Er widerlegte das Missverständnis, dass die Bewertung neuer Videos eines Kanals stark von dessen Gesamtleistung abhängt. Vielmehr werde jedes Video größtenteils individuell bewertet, mit dem Ziel, es den geeigneten Zuschauern auf Grundlage des Inhalts zuzuweisen. Beaupré riet davon ab, Videos zu löschen, die nicht im Hauptthemenbereich des Kanals liegen, da es immer ein Publikum gäbe, das Interesse an verschiedenen Inhalten haben könnte. Folglich würde ein einzelnes Video, das nicht gut abschneidet, die Gesamtbewertung eines Kanals nicht negativ beeinflussen.

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Upload-Pausen werden nicht negativ bewertet

Beaupré räumte zudem mit dem Irrglauben auf, dass YouTube Pausen von Content-Erstellern negativ bewerte. Er betonte, dass Auszeiten keinen Einfluss auf die Reichweite der Videos haben. Auch Videos, die unterdurchschnittlich performen, würden die zukünftige Performance anderer Inhalte eines Kanals nur minimal beeinträchtigen. Wichtig sei vielmehr, dass die Inhalte den Interessen und Vorlieben der Zuschauer entsprechen würden. Daher empfahl Beaupré, aktuelle Trends innerhalb der jeweiligen Nische zu beobachten und Inhalte entsprechend zu gestalten. Die kontinuierliche Erstellung hochwertiger Inhalte sei entscheidend für den Erfolg auf YouTube.

Algorithmus pusht nicht einzelne Videos

Beaupré stellte klar, dass der YouTube-Algorithmus nicht darauf ausgerichtet sei, einzelne Videos gezielt zu pushen. Stattdessen analysiere der Algorithmus die Daten der Nutzer sehr genau und treffe auf dieser Basis Entscheidungen darüber, welche Videos für einzelne Nutzer von Interesse sein könnten. Das Ziel sei weniger die breite Verbreitung einzelner Videos, sondern vielmehr, für jeden Nutzer individuell die passendsten Inhalte bereitzustellen.

Ältere Videos können auch noch Erfolg haben

Als Content Creator sollte man sich zudem nicht direkt nachdem ein Video hochgeladen wurde ausschließlich auf die Analytics stützen. Viele YouTuber seien laut Beaupré enttäuscht, wenn das Video sich nicht von Beginn an als ein großer Erfolg herausstellt. Er stellt jedoch klar, dass der Algorithmus dazu beitragen kann, dass selbst Videos, die anfangs keinen großen Erfolg verzeichnen, nach einigen Wochen eine wesentlich breitere Zuschauerschaft erreichen können. Die Empfehlungen auf YouTube seien nicht vom Zeitpunkt des Uploads abhängig, womit auch ältere Videos die Chance hätten, eine weite Verbreitung zu finden. Bei Videos, die zunächst nicht gut abschneiden, kann es dennoch hilfreich sein, zu analysieren, warum sie nicht viele Aufrufe erhalten und eventuell den Titel oder das Thumbnail zu optimieren.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: bloomua / Shutterstock.com

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