Elektro-Hummer?

GM stürmt mit Investitionsoffensive den Markt für Elektroautos: Hummer in E-Variante?


GM stürmt mit Investitionsoffensive den Markt für Elektroautos: Hummer in E-Variante?

Der US-amerikanische Autohersteller General Motors will drei Milliarden US-Dollar in die Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen im Luxussegment investieren. Der Fokus liege bei SUVs, Pickups und Vans, die mit Elektroantrieb auf den Markt kommen sollen.

Drei Milliarden US-Dollar Investition in E-Autos

Der amerikanische Automobilkonzern General Motors steigt in den Markt für Elektromobilität ein: Das Unternehmen plant eine Milliardeninvestition, um Vans, Pickups und SUVs in umweltfreundlichere Varianten zu verwandeln. Dabei könnte auch eine elektrische Version des kultigen Hummers in Planung sein.

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Die Investition und die damit verbundene Entwicklung von E-Autos soll laut der Nachrichtenagentur Reuters bereits eine entschiedene Sache sein. Demnach soll das GM-Fertigungswerk in Detroit bis 2021 umgebaut werden, um die Herstellung von Elektrovehikeln zu ermöglichen. Die gesamten Investitionen bezüglich E-Mobilität sollen sich auf rund drei Milliarden US-Dollar belaufen.

Der Umstieg bei General Motors auf Elektro-SUVs, Vans und Pickups sei die Folge von geringen Umsätzen und hohen Kosten bei elektrobetriebenen Mittelklassefahrzeugen, berichtet Reuters. Darum sollen hochpreisige Elektrofahrzeuge einen höheren Profit einspielen. Bis 2023 plane man, mit einem E-SUV von Cadillac und einem E-Pickup von GMC auf dem Markt zu sein. Doch Insiderinformationen zufolge soll bereits 2021 eine Elektroversion des Hummers im Zuge einer kleinen Produktionsserie veröffentlicht werden.

Hummer als Elektro-SUV könnte kommen

Der Hummer mit Elektromotor soll laut Vermutungen mit einem Basispreis von 90.000 US-Dollar zum Verkauf stehen. Es wäre die erste Neuauflage des SUV mit Kultstatus, seitdem die Marke 2010 vom Konzern eingestellt wurde. Um jedoch die bei General Motors erwünschten hohen Gewinnmargen einspielen zu können, werden die folgenden E-Autos in Serie angeblich mit Preisen jenseits der 100.000 US-Dollar auf den Markt kommen.

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Grundlage für den Antrieb aller Modelle soll eine neu entwickelte Elektro-Plattform sein, welche variabel für Allrad-, Front- oder Heckantrieb verwendet werden kann. So verspricht GM sich ein Produktionsvolumen von jährlich 80.000 E-Fahrzeugen bis spätestens 2024. Global werden 20 elektrobetriebene Modelle erwartet, die auf Basis eigens entwickelter und produzierter Batterien betrieben werden sollen. Hierfür sei eine zusätzliche Produktionsstätte in Ohio ebenfalls in Planung, in welcher ab 2023 die Batterieherstellung aufgenommen werden soll.

GM unter Zugzwang

Grund für die Initiative hinsichtlich E-Mobilität im hochpreisigen Bereich sind neben Margensteigerungen auch der wachsende Druck von konkurrierenden Herstellern. So kündigten Tesla und Ford kürzlich die Entwicklungen von E-SUVs und E-Pickups an, wodurch General Motors in Zugzwang geriet. Dementsprechend erscheint die potentielle Entwicklung eines Elektro-Hummers als logische Marketingstrategie, welche GMs Markteintritt in die Luxusbranche der Elektromobilität erleichtern könnte.

Denn auch das amerikanische Startup Rivian kündigte zuletzt die Entwicklung eines E-Pickups im Luxussegment an, wobei Ford als Investor mit 500 Millionen US-Dollar an dem Projekt beteiligt ist. Insiderinformationen zufolge war auch General Motors an einer Zusammenarbeit interessiert, wurde jedoch von Ford ausgestochen. Rivian kann bereits Amazon zu seinen Auftraggebern zählen: Der Onlinehändler beauftragte das Startup mit der Herstellung von 100.000 Lieferfahrzeugen mit Elektromotor. Dementsprechend signifikant fiel der Handlungsbedarf seitens General Motors aus, um den Anschluss auf dem Markt für Elektromobilität nicht zu verlieren.

Henry Ely / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Linda Parton / Shutterstock.com, Denise Kappa / Shutterstock.com

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