Elektromobilität

So wirken sich die steigenden Strompreise auf die Ladeinfrastruktur aus


So wirken sich die steigenden Strompreise auf die Ladeinfrastruktur aus

Angesichts der steigenden Strompreise sinkt die Wirtschaftlichkeit von Ladesäulen für E-Autos und Plug-in-Hybride tiefer als je zuvor. Müssen die Ladesäulen wieder abgebaut werden?

Dass Ladesäulen für E-Autos keine Goldgrube sind, ist nichts Neues. Doch angesichts der stark gestiegenen Preise auf dem Strommarkt stellt sich die Frage, ob die Anbieter ihre Säulen wieder abbauen - immerhin hat etwa der Anbieter Allego in diesem Jahr bereits drei Mal seine Preise in Deutschland auf inzwischen 60-85 Cent pro Kilowattstunde erhöht.

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Abbau der Ladesäulen kommt nicht in Frage

Ein Abbau der Ladesäulen aber kommt offenbar nicht in Frage: Das Informationsportal Edison zitiert Allego-Chef Ulf Schulte von der Online-Pressekonferenz des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft mit den klaren Worten, man werde die Zahl der Ladesäulen nicht wegen fehlender Wirtschaftlichkeit reduzieren. Auch Timo Sillober von EnBW habe bestätigt, die EnBW-Ladestandorte würden "keinesfalls" geschlossen.

Die beiden Infrastrukturbetreiber gehen beim Umgang mit den gestiegenen Strompreisen verschieden vor: Während Allego die Kosten an die Kundschaft weitergibt, hat EnBW die Ladepreise bislang nicht erhöht.

Allego und EnBW sorgen sich um hohe Preise

Nichtsdestotrotz betrachten beide die hohen Energiepreise mit Sorge. Allego versucht Edison zufolge, den steigenden Preisen aktiv vorzubeugen, indem es sich auch in Deutschland bei der Energiebeschaffung mittels sogenannter Power Purchase Agreements (PPA) von den klassischen Lieferanten unabhängig macht. In den Niederlanden verfolgt Allego diese Strategie bereits, wobei sich die Preise nicht von denen in der Bundesrepublik unterscheiden. PPAs beinhalten vorab vereinbarte Preise, zu denen der Abnehmer erneuerbare Energien direkt oder indirekt beziehen kann.

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Ein regelmäßiger Preisvergleich kann sich lohnen

Wie Edison berichtet, gehen sowohl Sillober als auch Schulte davon aus, dass die Börsenstrompreise wieder sinken werden - jedoch nicht kurzfristig. Die momentan stark schwankenden Preise seien schwer kalkulierbar und wirken sich negativ auf die Ausgaben beim Einkauf aus. Auch die BDEW-Vorsitzende Kerstin Andreae habe bei der Online-Pressekonferenz betont, dass eine ganzheitliche Betrachtung der Elektromobilität gerade jetzt ungemein wichtig sei und die Bundesregierung sich mehr einbringen müsse. Es seien weniger die Verbraucherinnen und Verbraucher als der Gesetzgeber, der das Thema in Deutschland immer noch verkompliziere und den Fortschritt verlangsame.

Momentan sieht es also so aus, als sei die bestehende Ladeinfrastruktur in Deutschland nicht gefährdet. Für Verbraucherinnen und Verbraucher kann es sich jedoch lohnen, bei der Wahl der Ladesäule Preisvergleichsrechner zu Rate zu ziehen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Smile Fight / Shutterstock.com

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