Investition

Lieferdienst für Medikamente überzeugt Gorillas-Gründer


Lieferdienst für Medikamente überzeugt Gorillas-Gründer

Das Berliner Startup First A hat die Gorillas-Gründer begeistert. Aber auch andere sind bereit zu investieren.

Zahl der Lieferdienste nimmt zu

Die Zahl der Lieferdienste nimmt stetig zu. Besonders verbreitet sind sie in Bereichen wie Lebensmittel, frisch-zubereitete Gerichte oder Supermarktwaren. Anbieter wie Gorillas, HelloFresh oder Lieferando sind Vielen ein Begriff. Im Bereich Pharmazeutika sind Lieferdienste noch nicht so verbreitet. Mit dem Berliner Startup First A ist ein weiterer Vertreter auf den Markt gekommen. Das Unternehmen wurde zu Beginn des Jahres von den beiden Geschwistern Antonie Nissen und Leif Löhde gegründet und soll Medikamente direkt an die Haustür liefern. Das Team umfasst inzwischen 20 Mitarbeiter.

Werbung

Startup überzeugt die Investoren

Mittlerweile sind auch einige bekannte Investoren eingestiegen. Neben den Gorillas-Gründern Jörg Kattner, Felix Chrobog und Ronny Shibley, die sich mittlerweile aus dem operativen Geschäft zurückgezogen haben, waren auch die beiden Gründer von Barzahlen.de, Felix und Florian Swoboda, von der Idee begeistert. Wie die Gründerin Antonie Nissen gegenüber dem Portal GRÜNDERSZENE bekannt gab, kam in der sogenannten Angel-Runde von First A ein sechsstelliger Betrag zusammen. Laut Nissen hätten die Angel-Investoren jedoch nicht vor, in das operative Geschäft einzusteigen.

Unternehmensphilosophie

Das Unternehmen verwendet ein Quick-Commerce-Geschäftsmodell und ist damit das erste im Bereich Medikamente in Deutschland. Einige andere Konkurrenten stehen aber schon bereit. Dazu zählen Firmen wie Mayd oder Phastr, hinter denen Gründer mit viel Erfahrung stehen. First A ist bislang nur in bestimmten Berliner Bezirken wie Prenzlauer Berg aktiv. In der nächsten Zeit soll der Lieferradius vergrößert werden und Standorte in anderen Städten hinzukommen. Konzeptionell orientiert sich das Startup an Dienstleistern wie Lieferando. Das ist vor allem darin zu sehen, dass das Unternehmen im Gegensatz zu Gorillas kein eigenes Lager betreibt. Die Medikamente werden stattdessen bei der nächstgelegenen Partnerapotheke bestellt, durch Kuriere abgeholt und ausgeliefert. Für die Kunden wird dabei eine Liefergebühr von 2,50 Euro fällig. Bislang werden allerdings nur rezeptfreie Medikamente ausgeliefert.

M. Wieser / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: everything possible / Shutterstock.com, Jirsak / Shutterstock.com

Werbung