Millionenstrafe

Nintendos Kampf gegen Filesharing-Piraterie


Nintendos Kampf gegen Filesharing-Piraterie

Nintendo kassiert von einer Filesharing-Plattform einen Schadenersatz in Millionenhöhe. Der Videospiele-Konzern geht konsequent gegen illegale Kopien vor.

Filesharing-Plattformen erfreuen sich bei vielen Menschen großer Beliebtheit. So werden beim Filesharing, laut der Website "abmahnung.org", Kopien von Daten erstellt und zum Download freigegeben. Urheberrechtlich geschützte Dateien dürfen dabei nicht dupliziert und unentgeltlich verbreitet werden. Die französische Website "1fichier" ist so eine Plattform und wird vom Unternehmen Dsstorage SAS betrieben, welches nun einen juristischen Streit gegen dem Videospiele-Konzern Nintendo verloren hat.

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Hohe Strafe für illegales Filesharing

Nach Berichten des Blogs "TorrentFreak" soll Dsstorage SAS rechtlich geschützte Inhalte nicht von der eigenen Plattform entfernt haben. Im Zuge dessen wurde das Unternehmen von einem Pariser Gericht zu einer Zahlung von 1,13 Millionen US-Dollar verurteilt. Zwar wurde die Filesharing-Plattform mehrfach von Nintendo abgemahnt und gebeten, diverse Artikel zu entfernen, allerdings wurde dieser Bitte nicht nachgekommen. Bis 2020 wurden nur 0,12 Prozent der Inhalte aufgrund von Takedown-Anträgen entfernt. Auch die US-amerikanische Urheberrechtsorganisation Entertainment Software Association (ESA), zu deren Mitgliedern unter anderem Activision Blizzard und Electronic Arts gehören, schaltete sich dazu ein. "1fichier" wurde zudem vom Gericht belehrt, dass rechtliche Schritte nicht notwendig seien, um raubkopierte Inhalte von Online-Plattformen zu entfernen. Filehoster und Shareholder sind, nach einem Artikel von "WinFuture", Unternehmen schon seit vielen Jahren ein Dorn im Auge. Sobald eine Plattform deaktiviert wird, taucht an anderer Stelle wieder eine neue auf. Etablierte Onlinedienste wie "MEGA" versuchen allerdings schneller auf Lösch-Anfragen zu reagieren, um mögliche Gerichtsverfahren vorzubeugen.

Nicht Nintendos erster Rechtsstreit

Laut dem Onlinemagazin "Golem.de" sei das Urteil für Nintendo ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen Filesharing-Piraterie. So ist es Plattformen, nach französischem Recht, nicht mehr möglich, bei Abmahnungen auf Zeit zu spielen. Forderungen müssen sofort ernst genommen werden. Bereits im Juni 2021 berichtete "TorrentFreak" von einem juristischen Sieg Nintendos gegen die Website "RomUniverse". Diese hatte massenhaft raubkopierte Spiele verbreitet und musste Nintendo Schadenersatz in Höhe von 2,1 Millionen US-Dollar zahlen.

Tim Adler / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Barone Firenze / Shutterstock.com

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