Versicherung im Check: Wenn das Smartphone runterfällt
Verbraucherschützer sehen Versicherungen für Smartphones und Tablets skeptisch. Was die Redaktion vom €uro Magazin rät.
von Redaktion €uro Magazin
"Mobilgeräteversicherung" der Zurich Versicherung
Sie seien teuer und oft überflüssig. Befürworter verweisen darauf, dass insbesondere Smartphones schnell durch Sturz und Bruch kaputtgehen, weshalb sich eine gute und günstige Police durchaus lohne. Die Zurich beansprucht diese Eigenschaften für ihre neue "Mobilgeräteversicherung".
Zur Prämie: Sie ist - ungewöhnlich für den deutschen Markt - nicht vom Anschaffungspreis abhängig, sondern beträgt pauschal 6,90 Euro im Monat. Stichproben bei der Konkurrenz zeigen, dass der Zurich--Schutz für Accessoires im Wert von über 1000 Euro im Regelfall der günstigste ist, selbst wenn man die Selbstbeteiligung von 59 Euro pro Schadenfall einberechnet.
Zu den Leistungen: Die Zurich zahlt nie Geld aus, sondern lässt bei der TabTec Solutions GmbH in Hamm reparieren oder besorgt ein Ersatzgerät "gleicher Art und Güte". Der Schutz selbst unterliegt ähnlichen Einschränkungen wie viele Konkurrenzangebote. Versichert sind Sturz- und Bruchschäden, Flüssigkeits- und Elektronikschäden sowie Bedienungsfehler, Einbruchdiebstahl und Raub. Keinen Schutz gibt es bei Diebstahl oder Abhandenkommen. Ebenfalls sind Witterungseinflüsse, etwa Regen, nicht abgedeckt, und Verschleißteile wie Akkus sind ausgenommen. Auch das Verkratzen ist nicht versichert, solange das Gerät uneingeschränkt funktioniert.
Zudem gilt: Wer grob fahrlässig handelt, etwa das Smartphone in die Badewanne fallen lässt, muss mit Abzügen beim Schadenersatz rechnen.
Positiv: Die Police lässt sich binnen fünf Minuten via App abschließen - und falls dies über das zu versichernde Gerät geschieht, wird es umgehend identifiziert.
FAZIT: Wirklich nur für sehr teure Geräte überlegenswert
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